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Poststelle Siblingen (SH)

Die Quellen deuten darauf hin, dass in Siblingen in den 1840er Jahren eine erste Postablage errichtet wird. In den 1860er Jahren gibt es in der Region Bemühungen, um den Personentransport auszubauen. Private Anbieter sowie die Grossherzogliche Badische Postverwaltung übernehmen die neu entstehenden Kurse. 1867 tritt die Schweizerische Postverwaltung an ihre Stelle. Zwischen 1869 und 1889 befindet sich die Post in Siblingen im Haus von Posthalter Johann Georg Keller. Sein Nachfolger, Franz Weber, betreibt neben der Postablage und dem Telegrafenbüro eine Spezereihandlung (Lebensmittel und Gemischtwaren). 1896 zieht er in ein grösseres Gebäude, in dem die Post sechs Jahrzehnte lang bleiben wird. 1905 wird eine Strassenbahn nach Schaffhausen errichtet. Ein Jahr später erhält Siblingen den Status einer Poststelle dritter Klasse, da das Büro von einem Posthalter geleitet wird.

Am 1.8.1960 kann Posthalter Hans Breu ein grösseres Postbüro in einem Neubau auf der gegenüberliegenden Strassenseite eröffnen. Nach 37 Dienstjahren geht Breu 1983 in den Ruhestand und übergibt die Poststelle seinem Nachfolger Karl Ochsner. Das Gebäude von 1960 steht heute noch. Die Post wird als Agentur im 2013 eröffneten genossenschaftlichen Dorfladen betrieben. 

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Poststelle Wettingen 2 Dorf (AG)

Schon 1842, als die Post noch kantonal organisiert ist, besitzt Wettingen eine eigene Postablage. Erst 1890 jedoch wird dieses Depot in eine Poststelle umgewandelt. Eduard Merkli tritt 1896 seine Stelle als Posthalter und Briefträger an. Das Postamt befindet sich von da an im späteren Restaurant „Post“, bis es Posthalter E. Schraner 1936 in sein Haus an der Landstrasse verlegt. Da dieses Postlokal sehr klein ist, wird es 1952-1953 entsprechend den Richtlinien der Hochbauabteilung PTT umgebaut und renoviert. Da die Wettinger Bevölkerung und mit ihr der Postverkehr schnell anwachsen, erweist sich dieser Standort zehn Jahre später (1962) als zu einschränkend. Eine Verlegung der Poststelle erweist sich als einzige mögliche Lösung. Anfang der 1970er Jahre kommt es zu einem Abkommen mit der Firma DEGGO, die zuvor ein grosses Grundstück für einen Neubau gekauft hat. Wegen mehrmaliger Verzögerungen wird erst 1978 mit den Bauarbeiten begonnen. Ab 1980 liegt die neue Poststelle südlich des Gebäudekomplexes „Rebstock“ und ist zweimal grösser als das bisherige Postbureau. Bis heute bedient die Poststelle ihre Kundschaft am selben Ort.

 

 

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Poststelle Crans-près-Céligny (VD)

Ab 1862 ist der Postdienst in Crans durch einen Zusteller gewährleistet, der zwischen dem Dorf und der Poststelle Céligny pendelt. Die Einwohner Crans müssen jedoch bis 1891 auf die Einrichtung eines Postdepots in ihrem Dorf warten. Eine Mme Grandjean ist dort als erste Depotzustellerin bis 1902 im Dienst. Auf sie folgen Mme Allombert bis 1903 und im Anschluss Gottfried Häuselmann, der neben seinem Bäckerberuf als Depotzusteller und Briefträger angestellt ist. Das Depot befindet sich an diesem Standort, bis Stimmen laut werden, die die Neubewertung der Stelle fordern. So wird sie 1930 in eine Rechnungspoststelle umgewandelt und von M. Vieux verwaltet. Drei Jahre später verlagert der neue Stelleninhaber, M. André, die Posträumlichkeiten ins Ortszentrum, gegenüber dem Hôtel du Cerf.

Im Jahr 1935 wird die Poststelle in „Crans-près-Céligny“ umbenannt. In den folgenden 30 Jahren steigt der Postverkehr kontinuierlich an. 1965 wird das Postamt ein weiteres Mal in ein naheliegendes Gebäude verlagert. M. André tritt 1971 in den Ruhestand und wird provisorisch von M. Clerc ersetzt. 1991 zieht die Post in eine neue Überbauung an der „Grand Pré“, anfangs 2016 wird die Filiale in eine Agentur umgewandelt.

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Postcheckamt Claridenhof Zürich (ZH)

Rund 42 Jahre lang arbeiteten Angestellte der PTT seit der Begründung des Giro- und Postcheckdienstes 1906 im Postcheckamt in der Fraumünsterpost. Das Angebot des postalischen Zahlungsverkehrs gewann mit der Zeit an Beliebtheit und neuen Kunden. Um die Massen an Aufträgen fristgerecht bearbeiten zu können, mussten neue Arbeitsplätze geschaffen werden – auch im buchstäblichen Sinn des Wortes. Die Fraumünsterpost bot jedoch nur ein begrenztes Angebot an Platz und die PTT suchten nach alternativen Lokalitäten für das Checkamt. Gefunden wurde schliesslich der Claridenhof, dessen günstige Lage ein stichhaltiges Argument für den Umzug bot. Im Winter des Jahres 1947 war es soweit: Das Postcheckamt verliess die alte Heimat in der Fraumünsterpost nach fast einem halben Jahrhundert und begann mit der Einrichtung des neuen Zuhauses im Claridenhof.

 

 

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Poststelle St. Antoni (FR)

Bis 1860 werden in St. Antoni die wenigen Briefe jeweils sonntags von einem Landjäger vor der Kirche verteilt. Kann er einen Brief nicht übergeben, steckt er ihn nochmals für eine Woche in seine Tasche. Dies ändert sich, als reguläre Briefträger den Dienst aufnehmen. Die erste Postablage wird 1865 von Posthalter Johann Fasel eröffnet. Sie befindet sich bis 1899 im alten Sigristenhaus, das sich mit der Zeit als zu klein und unpraktisch erweist. Nach der Umwandlung in ein Postbüro 1909 wird dieses 1912 ins neu gebaute Gemeindehaus verlegt. Weil die Räumlichkeiten aufgrund des stetig zunehmenden Verkehrs auch dort zu eng werden, zieht die Post 1937 in ein Gebäude neben dem Wirtshaus und 1946 in einen Neubau im Chalet-Stil.

Die Post bleibt über ein Jahrhundert in den Händen derselben Verwandtschaft: Auf Johann folgt Ulrich Fasel, 1911 übernimmt sein Neffe Christophe Müller, dessen Familie die Stelle bis 1986 führt. Als neben der Post auch die Raiffeisenbank erhöhten Platzbedarf verspürt, baut diese eine neue Überbauung mit Läden und Wohnungen, das 1983 eingeweihte „Santonihus“. Heute befindet sich im selben Gebäude eine im Dorfladen integrierte Postagentur.


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Poststelle Arolla (VS)

Die Postgeschichte von Arolla, einem kleinen Walliser Dorf auf 2000 m.ü.M., beginnt um 1900: Damals fragen die lokalen Hoteliers bei der Kreispostdirektion Lausanne an, ob diese im Ort ein Postdepot eröffnen könne. Daraufhin wird im Juni desselben Jahres ein kleines Postlager eingerichtet. Damals wird dieses von Pierre Fauconnet verwaltet, der zugleich den Postverkehr zwischen Arolla und dem Dorf Haudères gewährleistet. Da der Tourismus stark zunimmt, gewinnt die Verbindung rasch an Bedeutung. Die Post zwischen den beiden Orten wird bis 1950 auf dem Rücken von Mauleseln transportiert. In diesem Jahr wird eine Strasse für Jeeps gebaut, seither ist ein schnellerer Postverkehr sichergestellt.

Das erste eigentliche Postlokal, das ab 1921 den Status eines Postbüros hat, befindet sich zwischen 1910 und 1965 in einem Gebäude, das als «Bazar de la Poste» bezeichnet wird. Aufgrund der weiteren Entwicklung – vor allem des winterlichen Tourismus – eröffnet Posthalter Joseph Pralong 1965 ein neues, grösseres Postlokal. Gleichzeitig werden die neuen Telefon- und Telegrafenstationen eingeweiht. Die Post von Arolla befindet sich bis heute in diesem Gebäude und ist eine der höchstgelegenen Poststellen der Schweiz.

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Poststelle Colombier (NE)

Die ersten Spuren eines eigentlichen Postdepots in Colombier gehen bis aufs Jahr 1839 zurück, also 10 Jahre vor der Gründung der eidgenössischen Post. Aufgrund der Entwicklung erhält es im Jahr 1894 den Status einer Poststelle zweiter Klasse. Seit seiner Eröffnung und bis 1912 befindet sich das Postamt in der Bahnhofstrasse, anschliessend bis 1951 (ab 1925 als Postbüro)  im Gemeindehaus, das der Postverwaltung Räumlichkeiten vermietet. Obwohl diese zentrale Lage ideal ist, wird es wegen des Platzmangels bald notwendig, einen neuen Standort zu suchen. Nach mehreren gescheiterten Versuchen erwirbt die Post ein Haus in der Rue du Collège. Dieser Standort erweist sich aber bald als problematisch, da verschiedene Konflikte bezüglich der Nutzung der Räumlichkeiten entstehen.

Daher beginnen einige Jahre später erneute Diskussionen mit der Gemeinde um die Errichtung eines neuen Gebäudes. Aufgrund finanzieller Probleme wird der Vorschlag des damaligen Pöstlers Maurice Perdrizat akzeptiert, einen Neubau zu erstellen, der neben der Post auch 17 Eigentumswohnungen umfasst. Nach zweijährigen Bauarbeiten wird das neue Postamt in der Rue du Verger im April 1973 eingeweiht: Es belegt eine Fläche von 600 m2 (5 Schalter und 176 Postfächer). Die aktuelle Poststelle liegt noch am selben Ort und verfügt über Brief-, Paketdienst und Zahlungsverkehr.

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Poststelle Giswil (OW)

Die ersten Spuren einer nichtrechnungspflichtigen Postablage in Giswil gehen auf das Jahr 1849 zurück. Zu dieser Zeit befindet sie sich vermutlich im Haus des Postbesorgers Peter Halter. Nachdem sie 1866 in ein rechnungs- und geldanweisungspflichtiges Depot umgewandelt wurde, wird dieses 1871 als Postbüro klassifiziert (Geldanweisungen bis 200 Franken möglich). 1888 wird ein Vertrag mit der Jura-Bern-Luzern-Bahn über die Miete eines Postlokals im neuen Stationsgebäude der Bahn unterschrieben. 1901 wird das Postamt ins Haus des damaligen Posthalters Cherubin Steudler verlagert. Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges dient Giswil auch als Kriegsinternierungs-Lagerpost für internierte Polen, Italiener und Russen.

Als Posthalter Steudler 1947 nach 45 Dienstjahren pensioniert wird und Julius Limacher das Postamt übernimmt, wird dieses in einen Neubau an der kleinen Melchaa verlegt. Die Poststelle Giswil wird bis in die 1990er Jahre von der Familie Limacher(-Lötscher) geführt. Infolge der starken Zunahme des Postverkehrs wird 1991 eine modernere und grössere Poststelle mit einer Filiale der Obwaldner Kantonalbank eröffnet. Sie liegt direkt neben dem Gebäude von 1948, in dem sich heute das Café Alte Post befindet.


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Poststelle Vissoie (VS)

Mitte des 19. Jahrhunderts wird im Val d‘Anniviers ein Postdienst eingerichtet, um dessen geografische Isolation zu überwinden. Zu dieser Zeit dient im Dorf Vissoie (1‘260 ü.M.) ein Holzgebäude als Postablage. Als 1890 ein Brand dieses Depot zerstört, wird die Postablage zunächst in einen Bau am Kirchplatz verlagert und 1907 im Erdgeschoss der Telefonzentrale untergebracht. Im Jahr 1922 wird an der Place de la Tour ein neues Postamt im Erdgeschoss der Wohnung von Émilie Crettaz, der damaligen Posthalterin eröffnet. Trotz der zentralen Lage machen die dortigen Verkehrsbehinderungen eine erneute Versetzung notwendig.

Nach mehr als drei Jahrzehnten Warten und Diskussionen mit der Generaldirektion wird im Oktober 1954 das neue Gebäude der PTT auf einem Grundstück der Pfarrei Vissoie errichtet und eingeweiht. Im selben Monat wird dort auch eine neue automatische Telefonzentrale eröffnet. Bis 1986 wird die Wohnung im Obergeschoss der Poststelle der Familie Crettaz vermietet, die ab 1918 in mehreren Generationen die Post in Vissoie führt. Seither dient sie als private Ferienwohnung. Die Poststelle besteht weiterhin und Vissoie stellt eines der höchsten ganzjährig bewohnten Dörfer der Schweiz dar.


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Hauptpostamt Frauenfeld (TG)

Seit Ende des 18. Jahrhunderts bestanden im Kanton Thurgau verschiedene Postverbindungen, 1807 wurde im Hauptort Frauenfeld das erste offizielle Postlokal im Gasthaus Krone eröffnet. Obwohl in den nächsten 80 Jahren das Postwesen der Stadt zunehmend wuchs, entstand erst 1898 das neue Gebäude auf dem Löwenplatz (Foto). Als 1955 ein Telefongebäude angebaut wurde, konnte die Post in dessen Obergeschoss einen Botenraum von 400 m2 einrichten. 1964 wurde an der Zürcherstrasse 67 eine zweite Poststelle eröffnet, womit die bisherige Post zum Hauptamt wurde und die Bezeichnung Frauenfeld 1 erhielt. Von 1982 bis 1986 wurde der Gesamtkomplex durch einen weiteren Anbau entlang der Rheinstrasse erweitert, der 2018 durch einen Neubau ersetzt wird.

Der historische Bau von 1898 steht unter kantonalem Denkmalschutz. Die markante „Laterne“ auf dem Kuppeldach war nach der Verlegung der Telefonkabel in den Boden in den 1930er Jahren abgebrochen worden. Als sie 1981 wiederhergestellt wurde, sorgten zunächst die falsch gewählten Proportionen für Diskussionen. Der Aufbau wurde daraufhin auf die historisch korrekte Höhe gekürzt.


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Poststelle Brissago (TI)

Der ältere Gebäudeteil der Poststelle Brissago wurde 1948/49 erbaut und besteht in seiner Funktion bis heute. Allerdings wurde beim Bau der in den Nachkriegsjahren stark anwachsende Fremdenverkehr nicht berücksichtigt. Als 1967 schliesslich rund 190‘000 Übernachtungen pro Sommersaison in Brissago erreicht wurden, sah sich die Post gezwungen, den nur 18 m2 grossen Schalterraum zu erweitern – drei Schalter reichten im Hochsommer bei weitem nicht mehr aus, um die vielen Touristen und die tausenden von Postkarten zu bewältigen.

Das Resultat war 1971 schliesslich ein Erweiterungsbau, der sowohl einen vergrösserten Postbetrieb gewährleisten, als auch die neue Telefonzentrale von Brissago beherbergen sollte. Die Telefonteilnehmer von Brissago waren bis 1971 der Unterzentrale von Porto Ronco angeschlossen. Die Kapazität dieser Zentrale war allerdings durch das stetige Wachstum an Anschlüssen in Brissago zusehends ausgeschöpft worden.

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Postgebäude Aigle (VD)

Das 1978 erbaute Postgebäude in Aigle ist ein typischer PTT-Bau der 1970er Jahre. Aigle hatte sich zu einem regionalen Knotenpunkt des Postverkehrs entwickelt, wodurch das alte Postgebäude zu klein geworden war. Deshalb wurde ein Neubau beschlossen, was bei der Bevölkerung Aigles jedoch nicht nur auf Begeisterung stiess, war dies doch mit dem Abbruch des Bahnhofsbuffets verbunden, das das neue Postbüro zunächst hätte aufnehmen sollen.


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Poststelle Sempach (LU)

Die Poststelle Sempach Stadt wurde 1936 erbaut, weil das bisherige Lokal im Städtchen zu eng geworden war. Posthalter Alois Lieb beabsichtigte deshalb einen Neubau vor dem Luzerner Tor, doch der Gemeinderat erhob Einspruch gegen die Verlegung der Post ausserhalb des Städtchens. Nachdem aber die Suche nach neuen Räumlichkeiten innerhalb der Mauern scheiterte, legte sich der Widerstand und die neue Post konnte gebaut werden.

Im Gebäude befand sich auch eine automatische Telefonzentrale. Diese wurde 1951 vergrössert, wofür die Raumnutzung des Postbüros optimiert werden musste. Der Grundriss zeigt die neue Aufteilung nach diesem Umbau. Noch heute befindet sich im Gebäude die Postfiliale 6204 Sempach Stadt.