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Eine Ausstellung ökologisch nachhaltig bauen – Wie geht das?

Wir hatten uns ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Wir wollten die Ausstellung Planetopia – Raum für Weltwandel zu 95% aus wiederverwendeten Materialien bauen. Es war eine Herausforderung, die das Projektteam vor ganz neue Probleme stellte. Ein Gespräch zwischen den Szenograf:innen Simone Buchmann und Silvan Kuhl sowie dem Projektleiter Ueli Schenk.

AUF DEN KOPF GESTELLT

Ueli: «Während der Konzeption und Realisierung von Planetopia ist mir bewusst geworden: Ich habe keine Routine, ein Projekt ökologisch nachhaltig zu planen und durchzuführen. Ich musste andere Denkmuster, Strategien und Abläufe entwickeln. Und das war aufwendig und anstrengend. Wie habt ihr das erlebt?»

Silvan: «Ziemlich ähnlich vom Anstrengungsgrad her ... Es war ein Test im Grossen. Ich kenne das Vorgehen von Projekten aus dem skulpturalen Bereich. Dort ist es einfacher: Wenn ich das vorgesehene Material nicht auftreiben kann, dann umgehe ich das mit einem anderen Material. Bei dieser Ausstellung war es komplexer: Es kommen zusätzliche Ebenen dazu, zum Beispiel die Ausstellungsinhalte, die vermittelt und visualisiert werden sollen. Es ist wie ein Puzzle, das sich dann auch noch in sich selbst dreht. Was passt wie zusammen, was funktioniert in welchem Kontext?»

Ueli: «Was war die grösste Knacknuss?»

Simone: «Ich habe bisher nie in dieser Art nachhaltig gearbeitet, das ist ja eher Silvans Steckenpferd. Die Wechselwirkung zwischen Konzeption und Materialbeschaffung war für mich die grösste Knacknuss. Beides hängt sehr stark voneinander ab. Die Planung der Materialbeschaffung im Voraus war schwierig für ein Unternehmen unserer Grösse. Wären wir grösser, könnten wir bei der Materialbeschaffung anders vorgehen. Wir hätten mehr Lagerfläche, die wir stetig füllen könnten. Das würde die Planung vereinfachen.»

Ueli: «Bei einer Ausstellung konzipieren wir in der Regel zuerst die inhaltliche Ebene und entwickeln parallel dazu die Szenografie. Basierend darauf werden Grundrisse und Detailpläne erstellt, wir bestimmen, was wir brauchen, dann wird das produziert und gebaut. Wenn sich die Szenografie einer Ausstellung an den verfügbaren Materialien orientieren muss – also ein Design by availability –, wird das Vorgehen quasi auf den Kopf gestellt. Wir bestimmen den Bedarf und schauen dann, was wir haben, was wir finden und wie wir es einsetzen können. Es geht eher in Richtung einer rollenden Planung. Für mich als Ausstellungsmacher eine ungewohnte Herangehensweise.»

Silvan: «Schwierig war, dass die Inhaltsebene zu Beginn noch sehr vage war. Wir konnten nicht sagen: «Wir ziehen das heran, wir brauchen dies und das.» Also habe ich ins Blaue hinaus Material akquiriert, ohne zu wissen, was wir schliesslich brauchen werden. Dazu kam die Zeitebene: Wir kamen so relativ spät in die Ausführungsphase. Das müssten wir bei einem nächsten Ausstellungsprojekt anpassen: a) mehr Lager anlegen und b) klarer definieren, was wir brauchen, damit wir es frühzeitig angehen können. Es ist wiederholt vorgekommen, dass wir gerade zu spät kamen mit unserer Anfrage. Zum Beispiel beim dicken Lamellenkarton, der als Verpackung für Vespa-Motorroller benutzt wird. Der Vespa-Händler sagte: «Ah, jetzt haben wir gerade alles entsorgt!» Und auf die Frage: «Wann werden neue Vespas geliefert?», kam die Antwort: «Wir wissen es noch nicht.» Material ist eigentlich da, aber nicht immer vorrätig und nicht immer in genügender Menge. Diese Planungsunsicherheit müsste mit einer längeren Phase zum Akquirieren kompensiert werden.»

Verschiedene Räder und Bauteile von Fahrzeugen sind an einer Wand montiert - alle weiss gestrichen.
An einem Faden quer durchs Bild hängen Klämmerchen. Im Hintergrund ist unscharf ein Text zu sehen.
Plastik-Milchflaschen ohne Etikette stehen aufgereiht in einem Regal.
Ein Bild voller unterschiedlicher Deckenlampen vor dunklem Hintergrund.
Nahaufnahme eines Teils einer goldenen Hand mit einer silbernen Kugel drin.
Kartonflächen mit Infografiken an einer Wand.

ZEIT ALS ENTSCHEIDENDER FAKTOR

Ueli: «Das ist eine interessante Erkenntnis. Unsere Ausstellungsprojekte sind gewöhnlich in drei Phasen gegliedert: Konzeption, Planung, Realisierung. Wenn nun der Anteil an wiederverwendetem Material gross sein soll, dann brauchen wir zwischen der Planung und der Realisierung zusätzlich eine längere Phase für die Materialbeschaffung.»

Simone: «Wenn das Pingpong zwischen Szenografie und Kurator:innen-Team, zwischen Design und Inhalt, funktionieren soll, dann benötigt das mehr Zeit. Oder man muss die Abläufe straffen, die Austauschkadenz erhöhen. Oder mit einem sehr grossen Lager mit sehr unterschiedlichen Materialien abfedern. Eine andere Möglichkeit wäre, den Prozess abzukürzen: Die Szenografie weniger stark in die Inhalte einbinden, sondern das Drehbuch der Ausstellung fertig konzipieren und dann erst die Szenografie für die visuelle Umsetzung einbeziehen. Das würde vielleicht ein schnelleres Arbeiten ermöglichen.»

Silvan: «Wir haben unsere Infrastruktur für dieses Projekt sehr stark hochgefahren. Üblicherweise arbeiten wir zu zweit an einem Projekt, manchmal mit ein paar Freelancern. Jetzt mussten wir ein ganzes Team zusammenstellen, welches sich auch erst einspielen musste. Das gleiche bei den Räumlichkeiten: Wir mussten eine zusätzliche Halle mieten. Nicht ideal war auch die räumliche Distanz zwischen Produktionsstandort und Ausstellungsort. Immer wieder fehlte am einen oder anderen Ort etwas. Für Planetopia haben wir gearbeitet, wie wir es vom Film her kennen, und jedes Material für das jeweilige Bedürfnis aufgetrieben. Es braucht spezielle Leute für eine solche Ausführung, ein «normaler» Schreiner wäre wohl verzweifelt. Theoretisch könnte man eine solche Ausstellung auch auf Platz bauen. Das wäre ein anderes Konzept, auch vom Designanspruch her, es wäre wahrscheinlich stärker zusammengeklopft.»

Ueli: «Wir haben zu Beginn des Projekts das Ziel definiert, die Ausstellung zu 95 Prozent aus wiederverwendetem Material zu bauen. Das war ambitioniert. Jetzt haben wir rund 90 Prozent erreicht, was ich beachtlich finde. Wie schätzt ihr das ein?»

Silvan: «Ich find’s toll, dass wir diese Zahl rausgehauen haben. Ich bin aber auch überzeugt, dass ein noch höherer Anteil möglich ist. Auch hier spielt die Zeit, die zur Verfügung steht, eine Rolle. In einigen Fällen mussten wir auf eine Lösung mit Neumaterialien ausweichen, weil uns die Zeit davonlief. Zum Beispiel gab es beim Bedrucken des Lamellenkartons Probleme mit der Druckqualität bei den kleineren Schriften. Also entschieden wir uns, in diesen Fällen Holzfaserplatten zu bedrucken. Uns fehlte aber die Zeit, um genügend gebrauchte Platten aufzutreiben. Der Drucker war ohnehin schon im Verzug. Uns blieb nichts anderes übrig, als Neumaterial zu bestellen.»

Simone: «Mit mehr Lagerfläche, besserer Infrastruktur und mehr Zeit wäre ein Anteil von 95 Prozent sicher realistisch. Einzig bei spezifischen Farben, bei Befestigungsmaterialien oder da, wo es auch um die Sicherheit einer Installation geht, kommt man mit wieder verwertetem Material manchmal nicht genügend weit.»

Ueli: «Entscheidend war nicht nur euer Know-how, sondern vor allem auch euer Netzwerk. Eure Beziehungen und Kontakte öffneten den Zugang zu all den Materialien und Bauteilen. Als Museum verfügen wir noch über kein solches Netzwerk.»

Silvan: «Auch dort ist noch mehr zu holen. Alles ist vorhanden. Aber wo ist was, wer hat was? Es kommt darauf an, wie wir mit Material umgehen, wie kreativ wir planen. Wir haben bei Planetopia viel mit Spanplatten gearbeitet – weil wir eine Menge von diesem Material bekommen konnten. Beim nächsten Mal könnten wir etwas anderes ausprobieren und neue Wege beschreiten.»

Ballen mit Stoffteilen sind zu grösseren Elementen verschnürt und bilden wie Bausteine eine kleine Wand.
Nahaufnahme eines Verbindungselementes zwischen zwei weissen Wänden: Ein Scharnier und ein Haken zum einhängen.
Vor einer Wand steht ein Kartonelement in Form eines Pfeils. Darauf gedruckt ist das Logo von Vespa.
Auf dem Boden stehen Säcke mit alten Kleidern.
Eine rote Markierung auf einem graumelierten Teppich.
Eine Stange mit Kleiderbügeln. Im Hintergrund ist eine Grafik mit Text zu sehen.

VESPA-VERPACKUNGEN VERWERTEN

Ueli: «Gibt es einen typischen Re-used-Style?»

Silvan: «Vielleicht auf Pinterest ... Der typische Do-it-yourself-Style, selber zusammengeklopft, Altholz neben gestrichenem Holz, deutliche Gebrauchsspuren, nahe am Shabby-Chic. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden. Wir fanden, es ist spannender, wenn die Wiederverwertung nicht auf Anhieb ins Auge sticht.  Wir öffnen den Leuten einen Möglichkeitsraum. Der PET-Flaschen-Wal von Greenpeace auf Pinterest – eine solche Erwartung wollen wir nicht einlösen, das interessierte uns für dieses Projekt nicht. Eine unserer Entdeckungen ist der Vespa-Karton. Wir setzen ihn seit längerem in unserem Atelier ein, und ich bin nach wie vor fasziniert, welchen Gestaltungspielraum uns Vespa-Verpackungen immer wieder bieten.»

Ueli: «Für mich war das auch eine originelle Entdeckung: dass Vespas, also Motofahrzeuge, in Kartons angeliefert werden.»

Silvan: «Wir haben allein im Raum Zürich über 100 Vespa-Verpackungen eingesammelt. In jedem Karton steckte eine Vespa, auf der jetzt jemand durch die Stadt fährt – irgendwie irre. Interessant am Material Karton ist, dass er kaum beachtet wird. Plastik ist in aller Munde, aber auch die Karton-Flut ist immens. Karton gilt als ökologische Alternative zu Plastik, weil er angeblich aus Recycling-Papier hergestellt wird. Was so nicht immer stimmt. Ganze Taiga-Wälder werden verkartonisiert wegen des Verpackungswahns. Mittlerweile ist es unser Markenzeichen, dass wir sehr viel mit Karton arbeiten. Wir geben den Verpackungen nochmals ein neues Leben.»

Simone: «Wenn wir von Materialverwertung sprechen, erwarten viele Leute einen roughen Look, dass das Produkt roh daherkommt. Das war zu Beginn auch mein Bild. Da kommen Sachen zusammen, die nicht so recht zusammenpassen. Wobei diese Vorstellung für mich eher negativ konnotiert ist. Wir wollten es bewusst nicht so machen. Das klappt natürlich nicht immer. Grundsätzlich finde ich Verwertung dann spannend, wenn ich die Leute überraschen kann, weil man’s nicht sieht.»

Ueli: «Steht ein solcher Ansatz nicht im Widerspruch zu gewissen Marketing-Aspekten? Ist es gute Wiederverwendung, wenn ich sie gar nicht bemerke? Lässt sich das Produkt dann noch entsprechend vermarkten? Muss Wiederverwendung sichtbar sein?»

Silvan: «Wir haben in der Ausstellung bei etwa zwei Dritteln der Szenografie einen neuwertigen Look. Es ist gar nicht so schlecht, dass es auch Komponenten hat, die nicht neu aussehen. Mit Offcut wollen wir den Leuten auch bewusst machen, welche Mechanismen und Automatismen spielen. In unseren Materialmärkten ist eine rechteckige, saubere Holzplatte im Nu verkauft. Eine andere mit komischen Ecken und Fussspuren drauf bleibt länger liegen. Dabei muss man die ja ohnehin zuschneiden. Ein Schnitt, einmal schleifen und ich habe wieder eine saubere Holzplatte. Ich habe überhaupt nichts gegen den Do-it-yourself-Look, finde es aber für die gesellschaftliche Debatte wichtiger, dass Wiederverwertung auch ganz normal bis schick aussehen kann.»

Ueli: «Silvan, du legst Wert auf eine Unterscheidung von wiederverwenden, wieder verwerten und rezyklieren. Was sind die Unterschiede?»

Silvan: «Wiederverwendung funktioniert sehr direkt, ein gutes Beispiel dafür ist das Brockenhaus. Du bringst einen Topf, jemand anderes kauft diesen Topf und benutzt ihn wieder. Unsere Grosseltern haben Geschenkbänder aufgerollt und aufbewahrt für den Wiedergebrauch. Wiederverwenden ist eigentlich ein sehr altes Vorgehen, das zurzeit einen Boom erlebt. Bei der Wiederverwertung hingegen nehmen wir ein Material oder ein Bauteil und geben ihm eine neue Verwendung. Im Projekt Planetopia haben wir hauptsächlich diese Methode angewendet. Und beim Rezyklieren wird ein Material auf seine Bestandteile reduziert, um daraus industriell ein neues Produkt herzustellen. Wenn Du eine PET-Flasche zerschneidest, dann hast Du sie nicht rezykliert, du hast sie wiederverwendet oder wieder verwertet – die Abgrenzung ist da oft noch schwammig. In der Schweiz läuft Recycling nur über die Industrie. In Ägypten dagegen leben ganze Viertel vom Rezyklieren, da wird zum Beispiel Plastik eingeschmolzen und daraus Granulat hergestellt. Das macht niemand bei uns im Hinterhof. Recycling ist die letzte Station, die im ökologischen Kreislauf sinnvoll ist. Meistens ist sie mit einem grossen Energie- und Transportaufwand verbunden, beispielsweise in der Aluminium-Industrie. Der Prozess, bis eine neue Aludose vom Band rollt, ist extrem energie- und wasserintensiv. Deshalb ist es wichtig, solche Vorgänge richtig zu benennen und die Begriffe zu unterscheiden.»

Eine Grafik an der Wand, schwarz auf weiss: 90% mit einem Pfeil nach links.
An einer Wand - zwischen einer Infografik und einem Abschnitt Teer - steht ein voller Abfallsack.
Vor einer Korkwand steht eine Büchse mit Bleistiften und ein kleiner Block.
Nahaufnahme unter dem Tisch: Zu sehen sind neben dem Boden nur noch die Metalverstrebungen des Tisches und viele Stuhlbeine.
Zwei Verkehrsschilder und Bremsbeläge sind an einer weissen Wand montiert.
Ein Teppich in schwarz-weiss - im Hintergrund drei Sitzkissen.

HIGHWAY ODER NACHHALTIGKEIT?

Ueli: «Wie ordnet ihr das Projekt Planetopia ein? Ist das der Aufbruch in eine neue Museumszukunft? Oder ist es eher ein Experiment?»

Simone: «Für mich ist es ein riesiger, spannender Lernblätz. Ich habe einen anderen Hintergrund als Silvan und wäre, was die Prozesse betrifft, bei einem konventionellen Projekt viele Sachen ganz anders angegangen. Viele Dinge musste ich anders machen, als ich es mir gewohnt bin. Ich glaube, für meine eigene Arbeit ist dieses Projekt zukunftsweisend. Ich werde diese Auseinandersetzung weiterführen. Wie will ich arbeiten? Wie kann ich für meine Kundschaft nachhaltiger arbeiten? Das wird nicht ganz einfach sein.»

Silvan: «Für mich ist es ein Reflexionsprozess mit vielen Fragezeichen. Wie kann ich die Abläufe besser und effizienter machen – und nachhaltiger, auch für mich selbst. Ich sehe das mit Offcut immer wieder: Das Erlebte hat eine nachhaltige Wirkung, etwas bleibt immer hängen. Ich lebe danach anders, bewusster, ich weiss, dass es Alternativen gibt. Das ist durchaus ansteckend. Von ehemaligen Mitarbeitenden kriege ich immer wieder Hinweise auf Materialien, die sie entdeckt haben und die für mich interessant sein könnten. Das zieht immer grössere Kreise und befruchtet sich gegenseitig. Das Gefühl, nicht allein zu sein, tut gut. In der Ausstellung steht das Zitat von Erich Kästner: ‘Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es’. Natürlich kann ich alles neu bestellen und mir express zustellen lassen, aber ich habe immer ein schlechtes Gewissen dabei. Manchmal hat man keine andere Wahl. Aber ich fühle mich definitiv besser, wenn ich eine andere Lösung finde.»

Ueli: «Rachel Carson beschrieb in ihrem Buch «Silent Spring» die ökologische Situation so: Wir stehen an einer Weggabelung. Seit langem sind wir auf einem breiten, schnurgeraden Highway unterwegs, auf dem wir flott vorankommen und der uns geradewegs ins Desaster führt. Der andere Weg ist weniger befahren, aber er bietet die Chance, dass wir unsere Erde als Lebensgrundlage erhalten können. Carsons Text erschien 1962, vor sechzig Jahren! Ihre Aufforderung gilt heute umso mehr: Wir müssen uns entscheiden, welchen Weg wir gehen wollen. Auch im Museum, beim Ausstellungen machen. Das übliche Vorgehen, der Highway – alles neu hinklotzen und anschliessend in die Schuttmulde schmeissen – das geht nicht mehr. Der andere, nachhaltige Weg ist mühsamer, anstrengender, aufwendiger. Für mich ist klar, dass ich nach diesem Projekt nicht einfach auf den Highway zurückkehren kann. Wie du gesagt hast, Silvan, es bleibt etwas hängen. Es freut mich sehr, dass wir es geschafft haben, das Projekt in dieser Konsequenz zu realisieren, gemeinsam mit all den Leuten, die mitgeholfen haben.»

Silvan: «Dazu gehört auch ein Auftraggeber, der mitzieht und dranbleibt. Ich habe schon einige Projekte erlebt, wo der Wille zu Beginn da war, die Idee aber auf dem Weg, wenn’s Probleme gab, vergessen ging. Es braucht Commitment und Mut auf beiden Seiten. Je mehr Leute an diesen Ideen dranbleiben, umso normaler werden sie. Ich ernähre mich vegetarisch, seit ich 18jährig bin, mein halbes Leben lang. Früher musste ich mich deswegen oft rechtfertigen. In der Zwischenzeit rechtfertigen sich die anderen dafür, dass sie noch immer Fleisch essen. Das ist der Kipppunkt, da müssen wir hinkommen.»

Ueli: «Du hast recht. Der Kern ist die Frage: Was gilt eigentlich als normal?»

Autor:innen

Simone Buchmann, Concept Recipes, Silvan Kuhl, Offcut Atelier für nachhaltige Szenografie, Ueli Schenk, Museum für Kommunikation

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Kommentare (1)

  • Werner Nuber
    Werner Nuber
    vor 2 Wochen
    Gratulation zur Idee und Umsetzung. Einmalmehr eine Pionierleistung des Museums für Kommunikation, die hoffentlich viele Nachahmer-Institutionen findet. Mut zu Tat ist angesagt.

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