Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit steht bei uns seit Jahren als wichtiges Thema im Fokus. Wir übernehmen Verantwortung – für die Umwelt, für die Gesellschaft und für kommende Generationen.
Museen geniessen viel Vertrauen in der Bevölkerung, das zeigen Studien immer wieder. Damit einher geht auch eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. Wir können Diskussionen anstossen, als leuchtende Beispiele vorangehen und so Veränderung mitgestalten.
Gleichzeitig müssen wir ganz ehrlich eingestehen, dass Museen grosse Energieverbraucher sind. Unsere Ausstellungen und der Erhalt unserer Sammlungen brauchen sehr viel Energie. Nicht alles davon ist verhandelbar – um die Objekte zu schützen, müssen wir bestimmte klimatische Bedingungen erfüllen. Doch es gibt Spielräume, die wir aktiv nutzen.
Im Museum für Kommunikation betrachten wir Nachhaltigkeit mit ihren drei Säulen (Ökologie, Soziales und Ökonomie) deshalb als eine Selbstverständlichkeit. Seit vielen Jahren engagieren wir uns für Ökologie, Inklusion, Diversität und natürlich für eine stabile finanzielle Grundlage – damit wir auch in Zukunft Wirkungen entfalten können.
Ökologische Erfolge
Seit über 20 Jahren engagiert sich das Museum für Kommunikation für mehr Ökologie. Dazu gehören viele kleine Schritte, die gegen aussen oft wenig sichtbar sind. Wir haben uns immer wieder neue Ziele gesetzt und können auch einige grössere Erfolge feiern:
- 2005: Wahl einer nachhaltigen Pensionskasse
Die Pensionskassengelder des Museums sollen an einem sinnvollen Ort angelegt werden. Wir entscheiden uns deshalb für die nachhaltige Pensionskasse Abendrot. - 2013: Fernwärme heizt das Museum
Mit dem Anschluss des Museumsgebäudes an der Helvetiastrasse ans Fernwärmenetz reduzieren wir den Heizölbedarf massiv. - 2015: Bau eines nachhaltigen Sammlungsdepots in Schwarzenburg
Als „grünes“ Museumsdepot verbraucht das Bauwerk ein Minimum an Energie. Die luftige Holzkonstruktion spendet Schatten, ermöglicht die Luftzirkulation und reguliert die Feuchtigkeit. Auf dem Dach ist eine Fotovoltaikanlage installiert. Der innovative Bau wird mit dem nationalen Prix Lignum in Gold ausgezeichnet. - 2016: Neue Dauerausstellung, neues Licht
Bei der Erneuerung der Dauerausstellung wird die komplette Beleuchtung auf LED umgestellt. Das reduziert den Stromverbraucht massiv. In den Folgejahren rüsten wir deshalb auch die Beleuchtung in allen anderen Museumsräumen auf LED um. - 2018: Autofreier Sonntag im Kirchenfeldquartier
Wir beteiligen uns aktiv am autofreien Sonntag in Bern und schaffen eine Stadtfeststimmung auf der Helvetiastrasse. - 2020: erster Rampenverkauf im Museum
Wir schenken den Dingen, die bei uns aussortiert werden, ein zweites Leben. Am ersten Rampenverkauf gehen unzählige Artikel in neue Hände über. Das macht nicht nur Freude, sondern reduziert auch die Abfallmenge. Seither wiederholen wir den Rampenverkauf alle 2-3 Jahre. - 2022: Planetopia setzt neue Massstäbe
Unsere Ausstellung zum Klimawandel ist zu 90% aus wiederverwendetem Material gebaut und zeigt: Es geht auch anders! Damit sparen wir insgesamt über 11 Tonnen CO2 ein. Gleichzeitig stösst die Ausstellung auch eine Vielzahl an Massnahmen im ganzen Museumsbetrieb an. Zwei jährliche Meetings des gesamten Teams zur Nachhaltigkeit bleiben auch in den Folgejahren erhalten. - 2022: Mehr Natur im Museumsquartier
Gemeinsam mit unseren Nachbarmuseen fördern wir die Biodiversität im Museumsquartier Bern und darüber hinaus. Wir informieren breite Kreise über heimische Tiere und Pflanzen und tragen auf ganz praktische Weise selbst zur Artenvielfalt in der Stadt. Statt Golfrasen bereichern nun Beerensträucher und Steinlinsen unseren Aussenraum. - 2022: Abschied vom Heizöl
Mit der Inbetriebnahme einer Wärmepumpe im Depot in Schwarzenburg verabschieden wir uns endgültig vom Heizöl. Das Museumsgebäude in Bern wird bereits seit Jahren mit Fernwärme geheizt. - 2023: 30% des Stromverbrauchs eingespart
Die Massnahmen der letzten Jahre zeigen Wirkung. Von 2012 bis 2022 haben wir unseren Stromverbrauch um 140'000 kWh reduziert – das entspricht einem kleinen Quartier mit 50 Einfamilienhäusern. Dazu beigetragen hat auch die Erweiterung des Klimakorridors in den Ausstellungen. - 2024: jährliche Nachhaltigkeitsziele
Um die nachhaltige Entwicklung konsequent weiterzuführen, setzen wir uns ab 2024 jährliche Nachhaltigkeitsziele in allen Museumsbereichen. - 2026: Datenreduktion spart Energie
Die Daten auf unseren Computern sind heimliche Energiefresser, denn Datenzentren brauchen viel Energie zum Kühlen. Wir legen einen Fokus auf Datenreduktion und investieren gezielt Zeit in die Löschung von überflüssigen Datensätzen.
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