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Rassismuskritisches Museum

Im Projekt «Rassismuskritische Narrative» haben fünf Expert:innen Workshops für Mitarbeitende des Museums für Kommunikation entwickelt. Zum Abschluss der Reihe haben wir gemeinsam Leitsätze für rassismuskritisches Arbeiten formuliert. Diese Grundsätze sowie Erfahrungen aus dem Projekt teilen wir nun mit anderen Museumsmacher:innen und Interessierten: in einem Online-Zine, das Sie hier anschauen und herunterladen können.

Warum ist das Museum für Kommunikation ein weisser Raum? Mit ihrem Wissen zu Antirassismus, Dekolonisierung und diskriminierungskritischer Museumsarbeit haben Angelina Dungga, Djamila Peter, Mark Damon Harvey, Nimal Bourloud und Olga Madjinodji die permanente Ausstellung unter die Lupe genommen. Davon ausgehend haben sie vier halbtägige Workshops konzipiert, an denen 12 Mitarbeitende des Museums aus verschiedenen Teams teilgenommen haben.

Rassismus ist ein komplexes und zugleich emotionales Thema. Mehr als ein «Thema» ist es eigentlich eine gesellschaftliche Struktur, geprägt von der langen Geschichte des Kolonialismus. Von diesen Machtverhältnissen ist auch eine Zusammenarbeit wie in unserem Projekt nicht frei. Klar ist: Ein solches Projekt ist ein Anfang, Antirassismus und Dekolonisierung sind jedoch ein langanhaltender (Ver-)Lernprozess, der eine institutionelle Transformation bedingt.

Wir verstehen das Projekt deshalb nicht als «best practice» Beispiel – sondern als eine Erfahrung, von der aus weitergedacht werden kann: Für die weitere Arbeit im Museum für Kommunikation und für rassismuskritische Initiativen in anderen Institutionen. Dafür teilen wir Erfahrungen und Überlegungen im Zine. Wir hoffen, damit Anregungen und Inspiration mitgeben zu können.

Das Projekt und die Publikation wurden finanziell gefördert durch die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, die Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB sowie die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

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