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Herde oder Horde?

Der Ruf der Menschenmasse ist schlecht: Getrieben von niederen Instinkten, trampelt die Horde die hohen Werte der Zivilisation nieder. Falsch, die Masse ist deutlich vielschichtiger und komplexer. Gewisse Aufgaben erledigen wir sogar besser in der Masse.  

Die Erforschung von Menschenmassen ist geprägt von ihrem Ursprung: Sie beginnt nach verschiedenen Volksaufständen Ende des 19. Jahrhunderts. Massen sind mächtig und bedrohen die soziale Ordnung. Diese negative Vorstellung ist bis heute nicht ganz verschwunden. Auch wenn Menschenmassen deutlich vielseitiger sind als ihr Ruf.

Denn: Nur als Masse gewinnen wir Abstimmungen. Und wir geniessen die knisternde Stimmung im Sportstadion oder lassen uns von der Euphorie an einem Volksfest mitreissen. Manchmal übertrifft die Masse sogar die einzelnen Individuen, denn sie gleich auch Fehler und Verzerrungen aus – etwa bei einer schwierigen Schätzaufgabe. Es ist an der Zeit, dass wir uns mit Menschenmassen auseinandersetzen und mehr darüber lernen! 

Wer jetzt noch wissen möchte, wie man sich in einer Menschemasse am besten verhält, schaut sich am besten die Ausstellung Massen - Foules - Crowds an.

mehr über Massen - Foules - Crowds erfahren