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Berlin Wall

Spielen in Zeiten der Langeweile, das ist wieder etwas in Mode gekommen. Auch das Rätseln übers Kreuz, das Rätselraten überhaupt mit Worten oder Zahlen. So kam es, dass ich in einer (coronatauglichen) Runde aufgefordert wurde, mir einen Begriff zu überlegen, den alle andern kennen, den ich dann aber unterschiedlich definieren sollte. Vier Definitionen, eine davon nur dürfe wirklich korrekt sein. Die andern drei müssten aber mit mir als Person etwas zu tun haben, also glaubwürdig wirken, so, wie wenn ich tatsächlich keine Behauptung von mir gäbe.

Anstrengend und herausfordernd, so ein abgewandeltes «Lexikonspiel».

So war ich an der Reihe und liess meinen Begriff schon in der Runde etwas rätseln mit:

 

Hat nicht wirklich zum Guten der Menschheit beigetragen.

Mir aber hat sie gutgetan.

Sie fiel anno 89.

Gehörte zu den längsten Schutzwällen oder Grenzdings der Welt.

 

Vorschläge kamen erst zögerlich, dann aber wie aus der Kanone geschossen aus allen Kehlen: 

die Berliner Mauer.

 

Also verlas ich meine vier «Definitionen» mit neutraler Stimme und ernster Mine:

 

1. Ich hab ein Start-up mitgetragen, das T-Shirts mit einem Mauer-Bild bedruckte, darunter der Slogan: «Ich bin eine Berlinerin».

 

2. Ich schluckte einmal ein Globuli namens Berlin Wall – obwohl mir das etwas schräg rüberkam – als Mittel gegen eine Hautreaktion.

 

3. Ich hab mir einen Mauerstein am Tag der Durchbrechung gesichert. Er steht heute als Bücherstütze im Bücherregal bei der DDR-Literatur.

 

4. Ich lieferte einer touristisch-orientierten Agentur eine Idee, die dann zum «Mauerweg» umgesetzt wurde.

 

 

1, 2, 3 oder 4?

Des Rätsels Lösung* ist und bleibt mir bis heute selber ein Rätsel. Aber wie gesagt: Es hat mir gutgetan …

 

 

Dominique

 

 

* wird in einem kommenden Blogbeitrag aufgelöst ...