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Ein Telefonscherz im April?

Alltag im April 2020; nicht nur bei Büro Altmann.

Büro Altmann bietet alles aus einer Hand an und verwaltet zu treuen Händen. Well, da ist unter anderem auch Daten-Sicherheit on the top! Die Kundschaft wünsche sich das so. (Vorsicht Leserschaft in aller Welt: Das tönt etwas gar distanziert-höflich und grenzt fast schon an einen Konjunktiv II!*). Die Kundschaft, die heute überhaupt noch anrufe – ja, mit dem Festnetztelefonapparat z.B. – wünsche sich in der Regel einfach nur wieder Zugang zur Software, die einmal mehr bocke und Büro Altmann also keine neue Arbeit verschaffen könne (oder eben andere Arbeit, als die übliche).

Büro Altmann (sprich: die Software von Büro Altmann, die einmal mehr nicht rund läuft) kontrolliert nämlich, was zu kontrollieren ist, bevor es in einem veritablen Geldinstitut einmal mehr kontrolliert wird, damit eine Zahlung unter kontrollierten Verhältnissen erfolgen kann. Es sind komplexe Vorgänge, die mit einer Zahlung ausgelöst werden – undurchschaubar von aussen, so wie in einem Betriebssystem es herrschen muss, wenn vom Rechner (fast) gleichzeitig verschiedene Leistungen aufgerufen werden. Büro Altmann ist quasi das Betriebssystem unserer Wirtschaft, die jeden Tag etwas mehr wachsen soll. Büro Altmann garantiert zwar kein Wachstum – wer will das schon garantieren! – soll aber beitragen dazu. Deshalb braucht es u.a. Büros wie das Büro Altmann.

Egal.

Ich stenografiere – ungelenk und fehlerhaft, dafür in «kleinschrift» aus dem Büroalltag (lang noch lebe die Stenografie!):

 if (wenn)

 Das Büro (Büro): «haben sie denn das richtige passwort eingegeben?»

Kundin (ZaZi): «ja»

(Büro): «keinen leerschlag...»

(ZaZi): «nein, eh!»

(Büro): «und gross-kleinschreibung?»

(ZaZi): «stimmt»

(Büro): «ok, kann ich mal auf den computer?»

(ZaZi): «ja, klar»

 Jetzt dauert es etwas...

Sekunden verfliegen, Minuten verstreichen. Fünf Minuten (sprich: 5 Minuten!) bis die Verbindung zwischen den beiden Computern steht. Dann:

 then (dann)

 (Büro): «ah, ja, tatsächlich. das passwort muss gross-kleinschreibung, buchstaben, sonderzeichen haben»

(ZaZi): «hat es»

(Büro): «also alles muss es eben haben»

(ZaZi): «hat es, wollen sie es anschauen?»

(Büro): «ja - aja, hat es»

 else (sonst)

 eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee

                                          tttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt

                                                                                     ccccccccccccccccccccccccc

 Hier folgt dann der ganze workaround**  – pardon das volle Programm – bis zum bitteren Ende:

end if/exit (wenn_ende/aus)

 Ende des Programms!

 Und kommende Woche heisst es dann einmal mehr:

  while ... do ... repeat ... until ... for ... to ... step (Schrittweite) ... next

Neudeutsch:

 wiederhole ... solange/bis ... wiederhole_ende

 Und einmal mehr: Die Applikation arbeitet rund.

Und einmal mehr wächst unsere Wirtschaft dann hoffentlich im Folgemonat (wieder) etwas mehr: «April showers bring May flowers.»

Und einmal mehr: Büro Altmann vor!

 

 Dominique

 * Mit dem Konjunktiv II verlassen wir die reale Welt und widmen uns der irrealen Welt. Die irreale Welt ist das Reich der Fantasien, der Vorstellungen, der Wünsche, der Träume, der irrealen Bedingungen und Vergleiche, aber auch der Höflichkeit. Diese gedachten, angenommenen oder möglichen Sachverhalte, die nicht real sind und nicht existieren, werden mit dem Konjunktiv II gebildet.

 ** Ein workaround wird auch als «Umweg zur Vermeidung eines bekannten Fehlverhaltens eines technischen Systems» umschrieben. Das Um-ein-Problem-Herumdoktern kann eloquenter auch als «Hilfsverfahren» formuliert werden, das «das eigentliche Problem nicht behebt, sondern mit zusätzlichem Aufwand seine Symptome umgeht».