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Planetopia – Raum für Weltwandel

Die ökologische Krise betrifft alle. Es ist höchste Zeit, dass wir uns den Umweltproblemen stellen und sie auf breiter Basis diskutieren. Welche Lösungen können wir entwickeln? Was ist wirksam? Was ist sinnvoll? Gemeinsam mit Ihnen wollen wir herausfinden, wie verantwortungsbewusstes Leben in der Zukunft aussieht. Wir schaffen Raum für Weltwandel!

Das Projekt

Sommer 2021 bis Juli 2023

Planetopia funktioniert als Werkstatt: Wir vermitteln aktuelles Fachwissen und machen komplexe Zusammenhänge verständlich und nachvollziehbar. Wir fördern den sachbezogenen Dialog und bieten Raum für unterschiedliche Meinungen und Überzeugungen. Wir diskutieren Lösungsansätze, die sich lokal wie global und auf kollektiver wie individueller Ebene umsetzen lassen.

Inhaltlich ist das Projekt breit gefächert. Ausgehend von Sachthemen wie Klimaerwärmung, Biodiversität, Rohstoffgewinnung oder Abfallentsorgung öffnet sich der Blick auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte, globale Abhängigkeiten und grundlegende Fragen des Zusammenlebens. 

Planetopia lotet das Potential unseres Hauses als Plattform für den Gesellschaftsdiskurs aus. Wir pflegen den demokratischen Prozess der Meinungsbildung, Mitsprache und Mitgestaltung. Und wir richten den Blick auch nach innen und arbeiten daran, das Museum für Kommunikation zu einer nachhaltigeren Institution zu entwickeln.

Der Auftakt mit «Zehn Gebote Vol.2»

Die St. Galler Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin haben im Sommer 2020 zehn Leitsätze in massive Sandsteinplatten gemeisselt. Es ist die DNA ihres Wirkens und genau wie das Projekt Planetopia zielt es darauf ab, die Menschen zum offenen und nachhaltigen Denken zu bewegen. Der Wandel beginnt im Kopf.

Nach der öffentlichen Meisselung vor dem Kloster St. Gallen wurden die Steinplatten im Zürcher Schanzengraben ausgesetzt und der Öffentlichkeit übergeben. Der Kanton Zürich reagiert schnell und ordnet die Entfernung an, worauf das Museum für Kommunikation dem Werk Kunstasyl gewährte. Der Transport nach Bern wird zum spektakulärsten Kunsttransport des Jahres: Das rund eine Tonne schwere Kunstwerk wird vom 28. Juni bis zum 9. Juli 2021 in zehn Tagen von Zürich nach Bern zum Museum für Kommunikation transportiert. Über 100 Kilometer, zu Fuss.

Mit rund 100 Komplizinnen und Komplizen werden die Gebotstafeln ökologisch mit Sackkarren verschoben. Ein gemeinsamer Kraftakt, der zeigt: Je mehr Menschen mithelfen, desto grösser die Chance, dass wir diesen Weg bewältigen – ein Gedanke, der auch in Bezug auf die ökologische Krise inspiriert.

Transportweg

Jeweils von 10:00-18:00 Uhr

  • Tag 1: Mo, 28.6. / Zürich - Spreitenbach (15,4 km, Höhenmeter: 61)
  • Tag 2: Di, 29.6. / Spreitenbach - Niederrohrdorf (5,9 km, Höhenmeter: 259)
  • Tag 3: Mi, 30.6. / Niederrohrdorf – Möriken-Wildegg (11,4 km, Höhenmeter: 84)
  • Tag 4: Do, 1.7. / Möriken-Wildegg - Aarau (11,4 km, Höhenmeter: 42)
  • Tag 5: Fr, 2.7. / Aarau - Olten (12,4 km, Höhenmeter: 57)

Sa, 3.7. / So, 4.7.: Ruhetage

  • Tag 6: Mo, 5.7. / Olten - Murgenthal (10,6 km, Höhenmeter: 40)
  • Tag 7: Di, 6.7. / Murgenthal - Thunstetten (10,6 km, Höhenmeter: 64)
  • Tag 8: Mi, 7.7. / Thunstetten - Höchstetten (12,5 km, Höhenmeter: 39)
  • Tag 9: Do, 8.7. / Höchstetten - Hindelbank (13,4 km, Höhenmeter: 5)
  • Tag 10: Fr, 9.7. / Hindelbank – Museum für Kommunikation, Bern (14,9 km, Höhenmeter: 141)

 

Die 10 Gebote News zur Verschiebung

Zwei Gebotsschiebende kaufen mit den schweren Gebotstafeln in einem Supermarkt Verpflegung ein.
Eine Gebotsschieberin auf einer Landstrasse, kritisch beobachtet von einem Mann, der im Feld steht.
Die Gebotsschiebenden stehen aufgereiht am Strassenrand, im Hintergrund ist ein grosser Strommast und das AKW Gösgen zu sehen.
Unter einer Brücke ist die Karawane mit den zehn Geboten zu sehen, darüber fährt ein schwerer Lastwagen.
Die Gebotsschiebenden durchqueren eine Unterführung.
Mehrere Personen schieben die schweren Gebotstafeln auf Sackkarren im Regen durch den Wald.
Auf einem Feldweg gehen zehn Personen mit Sackkarren, auf denen sie massive Steinplatten schieben. Im Vordergrund wächst Mais.
Auf zehn Sackkarren werden die "Zehn Gebote Vol.2" durch Zürich geschoben.
Ein Mann reinigt unter Wasser mit einer Bürste die versenkten zehn Gebote
Die Gebrüder Riklin posieren vor dem Kloster St.Gallen, wo sie gerade die "Zehn Gebote Vol.2" in Stein gemeisselt haben.
Nahaufnahme einer Person, die mit Hammer und Meissel eine Inschrift in eine Sandsteinplatte schreibt.
Die Brüder Riklin sitzen auf riesigen Sandsteinplatten im Steinbruch.