Die Sammlung «Mail-Art»

«Angstlos/Glasnost» von H. R. Fricker, Briefmarkenbogen, rote Version, 1988.
Die Kunstrichtung «Mail-Art» entstand in den 1960er Jahren. Seither sind viele Künstler von allen Ecken der Welt aus auf dem Postweg miteinander in einen Dialog getreten und haben ein stetig wachsendes Kunstnetzwerk aufgebaut. Das Netzwerk wird zur künstlerischen Plattform und zum Medium.
Briefmarkenbogen von Künstlern
Das Museum für Kommunikation sammelt seit 1989 Werke der Mail-Art. Der erste Grundstock wurde durch eine Schenkung des Schweizer Mail-Art-Künstlers H. R. Fricker gelegt, der dem Museum einen repräsentativen Querschnitt aus seinem Archiv überliess.
Günter Ruch, ein Mail-Art-Aktivist aus Genf, der zusammen mit Fricker 1986 den ersten internationalen Mail-Art-Kongress organisierte, bereicherte die Sammlung mit einer Auswahl von Künstlerbriefmarkenbogen aus seinem Archiv.
Dieter Roth, Ken Friedman, Joseph Beuys, Robert Watts
Nach der Ausstellung «Mail-Art. Netzwerk der Künstler» von 1994 konnte die Sammlung durch eine Schenkung aus den berühmten Fluxus-Beständen von Hanns Sohm mit früheren Mail-Art-Werken von Dieter Roth und Ken Friedman ergänzt werden. Zusammen mit den Postkarten von Joseph Beuys und den Fluxus-Briefmarken von Robert Watts ergibt sich so ein guter Überblick über die Verwendung von Mail-Art-Elementen in der Kunst der 1960er und 1970er Jahre.
Schwerpunkte der Sammlung
Meilensteine im weiteren Ausbau der Sammlung waren 1995 der Ankauf des Archivs von H. R. Fricker und die Schenkung des Archivs des Basler Künstlers Marcel Stüssi. Die Archive der beiden Schweizer Künstler bilden die zentralen Schwerpunkte der Mail-Art-Sammlung des Museums.



