Ein Land sucht sein Bild – Schweizer Briefmarkenwettbewerbe 1901 und 1932

BärenfellHelvetia

Helvetia 1901: Entwurf von Fritz Huguenin-Jacot.

KrauseHelvetia

Helvetia 1932: Entwurf von Berchtold von Grüningen.

15. Oktober 2004 bis 25. September 2005

 

1901 und 1932 wurde landesweit je ein Wettbewerb für die Gestaltung neuer Briefmarken ausgeschrie-

ben. Daran beteiligten sich neben Laien auch bedeu-

tende Grafiker und Künstler wie Ferdinand Hodler, Charles L’Eplattenier, Otto Tschumi und Max Bill. Rund ein Viertel der Entwürfe ist im Original erhalten und befindet sich im Besitz des Museums für Kommunikation.

 

Ein Vergleich der rund 1'300 Entwürfe (70 davon im Original) illustriert eindrücklich die Vorstellungen und Bilder, die man sich zu Beginn des 20. Jahrhundert von der Schweiz gemacht hat. Und sie zeigt das Scheitern der Absicht des Bundesrates, diese Bilder durch neue zu ersetzen.

 

Beeindruckend ist die Vielfalt der eingereichten Motive: 1901 posiert Landesmutter Helvetia einmal walkürenhaft mit Bärenfell, ein anderes Mal anmutig und mit nur leicht verschleierter Brust; ein helden-

hafter Tell konkurriert mit einer Gämse vor Alpen-

panorama; technische Motive und mythische Land-

schaften schliesslich verbinden sich mit ornamental umrankten Symbolen wie Schweizer Kreuz und Schwurhände. Die Entwürfe von 1932 konzentrieren sich auf Ziffern, abstrahierte Landschaften und Symbole: avantgardistisch gestaltete Zahlen kontrastieren volkstümelnde Szenen auf dem Kornfeld.

 

Die meisten Exponate stammen aus der mit rund 1 Million Objekten ausser-ordentlich umfangreichen Philateliesammlung sowie aus weiteren Sammlungen des Museums. Sie werden ergänzt durch Leihgaben.

 

«Ein Land sucht sein Bild» ergänzt die aktuelle Ausstellung «Weiss auf Rot – United Colours of Switzerland» .

 

 

 

Basler Tübli
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