Ausstellungsarchiv des Museums für Kommunikation, Bern
(Design 1996-2001) 

Sonderausstellungen


 

 

Verrückte Briefe

aus der Collection de l'Art Brut, Lausanne

vom 26. Mai 2000 bis 1. April 2001

 

Das Museum für Kommunikation zeigt in Zusammenarbeit mit der Collection de l'Art Brut Lausanne Arbeiten von neun Künstlerinnen und Künstlern aus dem Umfeld dieser Kunstrichtung. Gleichzeitig wird die neu konzipierte Philatelie-Ausstellung eröffnet.

 

«Art Brut»-Künstler sind meist Randfiguren abseits der professionellen Kunstwelt. Ihre Arbeiten entstehen ohne Bezug zum traditionellen Kunstkontext wie Galerien, Salons oder Museen. Sie scheren sich um die Regeln der sozialen Kommunikation und schielen nicht auf modische Tendenzen. Inhalte, Techniken und gestalterische Konzepte folgen vielmehr einem ganz persönlichen Gestaltungswillen. Der Begriff «Art Brut» wurde durch den Maler Jean Dubuffet geprägt und bezeichnet Ausdrucksformen wie Zeichnungen, Malereien, Stickereien und plastische Arbeiten, die ausgesprochen unbefangene Wege gehen.

 

Im Mittelpunkt der Sonderausstellung stehen künstlerisch illustrierte Briefe. Die Werke stellen ein Gegengewicht dar zur offiziellen postalischen Bildsprache. Dieser Ansatz und die künstlerische Originalität der Arbeiten erlauben es, den offiziellen Charakter der Briefmarken zu hinterfragen und einen unkonventionellen Blick auf die Philatelie zu werfen.

 

Mit Werken von:

Alain Arnéodo
Gaston Chaissac
Danielle Jacqui
Reinhold Metz
Marie Morel
Alain Pauzié
Jean-Joseph Sanfourche
Ignacio Carles-Tolrà
August Walla