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Luc Courchesne (*1952), Landscape One, 1997

Auf vier Wänden erscheint ein Park als bewegte photorealistische 360-Grad-Landschaft, die von virtuellen und realen Personen frequentiert wird. Die realen BesucherInnen sind eingeladen, den Park zu betreten und mit den virtuellen via Touchscreen oder Stimme in Kontakt zu treten. Die mittels Sprache aufgebaute Beziehung zwischen realen und virtuellen Personen bestimmt die Navigation durch den Park. Der physische Raum nimmt in einem Koordinatennetz von subjektiven Bedeutungen auf unterschiedliche Weise Gestalt an. Kombiniert werden in "Landscape One" Erfahrungen im Bereich der Kommunikation/Diskommunikation mit Bewegungen durch den physischen, von der Natur geprägten Raum. Eine erfolgreiche Kommunikation bietet den BesucherInnen die Möglichkeit, sich ein differenziertes Bild vom Park zu schaffen. "Landscape One" ist eine interaktive Videoinstallation basierend auf vernetzten Computern, Mikrofonen, Bewegungsdetektoren, Videoprojektoren und Laserdisc Abspielgeräten. Courchesne begann seine Versuche im Bereich der interaktiven Videokunst 1984 als Ko-Autor von 'Elastic Movies', einem der ersten veröffentlichten Experimente in diesem Bereich. Er hat seither eine Reihe von interaktiven Videoinstallationen geschaffen und arbeitet heute als Professor für Informationsdesign an der Universität Montréal. Als Auftragsarbeit ist 1998-1999 die "Interaktive Porträtsammlung des Museums für Kommunikation" entstanden.