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Zum ersten Mal widmet das Museum für Kommunikation den Kindern
eine Ausstellung: «immer und überall» gibt spielerisch
Ein-blick in die grosse Vielfalt der Kommunikationsformen von Mensch und
Tier.
«immer und überall» ist eine Ausstellung zum Anfassen
und Mit-machen. Auf verschie-de--nen, teilweise betreuten Themeninseln
und in Workshops wird Kommunikation von gestern und heute in all ihren
faszinierenden Facetten zum unterhaltenden und lehrrei-chen Erlebnis.
Im Zeitalter der globalen Vernetzung und der Informationsflut wird
die Fähigkeit, sich im Kommunikationsdschungel zurechtzufinden, immer
wichtiger. «immer und überall» bietet Kindern die Möglich-keit,
ihren Umgang mit ursprünglichen und neuen Formen der Kommunikation
zu erproben und lustvoll weiterzuentwickeln.
Ausstellungskonzept: Verein KALEIDOSKOP e.V., Frankfurt a/M.
Die Ausstellung wird unterstützt durch: Loeb AG, Jaeggi Bücher,
Radio Förder-band, «Der Bund»
Projektleitung: Gallus Staubli, Museumspädagoge, Museum für
Kommunikation, Tel. 031 357 55 19
Kommunikation: Alberto Meyer, Tel. 031 357 55 14
Eine Ausstellung speziell für Kinder
Mit «immer und überall» wird den Kindern erstmals eine
ganze Ausstellung gewidmet; nicht irgend-eine, sondern eine veritable Mitmach-Aus-stellung
rund um die Kommunikation. Damit führt das Museum für Kommunikation
das fort, was bereits bei der Einrichtung der heutigen Dauerausstellung
vor zehn Jahren im Zentrum des Konzeptes stand: das Ausstellungsgut nicht
in Vitrinen einzu-schlies----sen, sondern die BesucherInnen direkten Kontakt
mit der Ge-schichte aufnehmen lassen.
Das Museum wurde seither mehr und mehr zu einem interaktiven Erlebnis-museum
für die ganze Familie. Anlässlich der letztjährigen Jubiläums-aus-stellung
«150 Jahre Post» wurde mit einem speziellen Kinder-Parcours
der Grundsatz auch auf die Wechselausstellungen ausgeweitet. Die diesjährige
Herbstausstellung geht nun noch einen Schritt weiter: Kinder zwischen 6
und 14 Jahren können «immer und überall» aktiv werden.
Spielerisch den Umgang mit der Kommunikation lernen
Gerade für Kinder wird es im Zeitalter der globalen Vernetzung und
der In-formationsflut immer wichtiger, eine kommu-ni-kative Kompetenz
zu ent-wickeln, die es ihnen erlaubt, souverän mit den sich bietenden
medialen und persön-li-chen Interaktionsmög-lich-keiten umzu-gehen.
Die Ausstellung bietet dazu einen spielerischen Einstieg. Auf verschie-de--nen
Themeninseln und Workshops wird Kommunikation von gestern und heute in
einem umfassenden Sinne gezeigt: die tierische Kommu-ni-kation, die Grundla-gen
der mensch-lichen Kommunikation wie Gestik und Mimik, Signale und Geheimbot-schaften
und die Nach-richten-über-mittlung.
Die Kinder - und mit ihnen natürlich auch ihre Familien - erleben
hautnah den faszinierenden Facettenreichtum des Informationsaustausches
und dessen Entwicklung vom konkreten, einfachen und direkten Rauchzeichen
bis zur hochkom-plexen und abstrak-ten Telematik. Vielleicht führt
ein Direkt-vergleich zwischen den gerade von Kindern mit Leichtigkeit
beherrschten Hypermedien und den Ursprüngen der Kommunikation zur
Erkenntnis, dass eine freundliche Handbewegung mehr bewirken kann als
jedes «Emoticon»...
Wettbewerb für geniale Tüftler
In einer Schreib-, Hai-Tekk- und einer Erfinderwerkstatt erfahren die
Betei-ligten die sozialen, historischen und technischen Dimensionen der
Kom-munikation. Ausser-dem wird erlebbar gemacht, wie sich geglückte
von be-hinderter bzw. verhinderter Kommuni-kation unterscheidet. Rohrpost,
Telefo-ne, Faxe und skur-rile Sprachrohre verbinden die einzel-nen Themen-inseln
miteinander, Kommuni-kation bleibt inhaltlich wie gestalterisch stets
gegen-wärtig.
Die Erfinderwerkstatt ist mit einem Wettbewerb verbunden. Unter Anleitung
können die Kinder aus Schrott ihre ganz persönliche «Kommunikations-maschine»
bauen. Die originellsten Arbeiten werden ausgestellt und prä-miert.
Der Wettbewerb wird im Dezember parallel auch in den Schaufenstern des
Warenhauses Loeb in Bern laufen.
«immer und überall» wird begleitet durch ein Rahmenprogramm,
das im Verlauf der Ausstellungsdauer publiziert wird.
Die verschiedenen Stationen der Ausstellung auf einen Blick
Körperbotschaften
Wie man sich ohne Worte verständigt: Gebärdensprache, Fingeralphabet,
Klappge-sichter u. a. m.
Tiere kommunizieren
Wie Tiere sich verständigen: Färbung, Töne, Tastsinn, Geruch,
auffälliges Verhalten
Zeichen und Signale
Wie man sich früher Botschaften übermittelt hat: Steinmetz,
Schrift und Schriftträger (Papier...), Buchdruck, optische Signale
mittels Flaggen, Leuchtturm und optischem Telegrafen, akustische Signale
wie Sirene, Glocke, Posthorn und Alphorn
Schreibwerkstatt
In der «Druckerei» Schriften setzen, am Stehpult und an der
alten Schulbank schrei-ben, stempeln, drucken, Schmuckbriefe gestalten
SOS-Notrufe
Die Sprache der Warnglocken und -sirenen, Notsignale aus aller Welt, PC
mit Morse-Programm, Notrufsäule, Robinsons Insel
Geheimbotschaften
Wie man eine Botschaft verschlüsselt: Spiegelschrift, Geheimschriften-Rad,
Gauner-zinken, Fächersprache
Hai-Tekk
Per Intra- und Internet chatten oder die Witzesammlung erweitern, Nachrichten
faxen oder Rohrpost-Mitteilungen senden
Erfinderwerkstatt
Wettbewerb: Wer baut aus «Kommunikationsschrott» (alte TV-Apparate,
Radios, PCs, Telefone) die verrückteste Kommunikationsmaschine?
Rahmenprogramm
Catherine von Graffenried erzählt Geschichten:
Samstag, 11. November 2000, 1617 Uhr
Von Appenzell nach Afrika chunsch o mit?
Samstag, 18. November 2000, 1617 Uhr
«Es isch e mal ...»: Märchen für 4- bis 99-jährige
Samstag, 25. November 2000, 1617 Uhr
Geschichten zwischen Himmel und Erde
Aktionstag «immer und überall»
Mittwoch, 10. Januar 2001
Das Rahmenprogramm ist noch nicht definitiv.
Informationen über weitere Veranstaltungen unter Tel. 031 357 55
55.
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