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Die
Sonderausstellung zeigt anhand ausgewählter Beispiele aus dem Leben
und Werk Hallers, welchen Nutzen der Schweizer Universalgelehrte aus seiner
intensiven Kommunikation zog. Sie zieht überraschende Parallelen zur
heutigen Zeit und zeigt so einen erstaunlich modernen Haller. Tatsächlich
sprengt Hallers Erfahrungsschatz die Dimensionen eines einzelnen Menschenlebens.
Dank seiner Briefe kann Haller an verschiedensten Orten gleichzeitig als
Abwesender anwesend sein und aus einem nahezu unbegrenzten Pool an Fremderfahrung
schöpfen.
"Networker" Haller musste seine Zeit klug einteilen. Um jede Viertelstunde gewinnbringend zu nutzen, erledigte er oft zwei Dinge gleichzeitig. So las der "Simultanarbeiter" etwa wissenschaftliche Abhandlungen während er gleichzeitig mit Studenten, Patientinnen oder Patienten sprach. An seinem massgeschreinerten Schreibtisch, der Schnittstelle seines Netzwerkes, nahm er auch seine Mahlzeiten ein wie ein "Netjunkie" von heute. Zudem investierte Haller einen beträchtlichen Teil seines Geldes in die Fern-Kommunikation. Nebst den rein finanziellen Kosten zahlte er einen weiteren hohen persönlichen Preis für sein Leben im Netz: Denn die permanente Anwesenheit in Tausenden von "Ferngesprächen" bedingte die häufige Abwesenheit im direkten Kontakt mit Familienangehörigen und Freunden.
Haller-Website Vielfältige Informationen zum Leben und Werk des Universalgelehrten finden Sie auf der Website des Forschungsprojektes Albrecht von Haller.
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