Ausstellungsarchiv des Museums für Kommunikation, Bern
(Design 1996-2001)

Sonderausstellungen


Zurueck 


Steckbriefe und Signalemente

 

 

Fahndungen nach bestimmten Personen sind in der Schweiz seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Boten mit Personenbeschreibungen wurden ausgeschickt, um auf Strassen und in Wirtshäusern Nachforschungen anzustellen. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts tauchten die ersten gedruckten Steckbriefe auf, sie wurden an Stadttoren angeschlagen und in Zeitungen und Steckbrieflisten publiziert. Damit erreichte man eine schnelle und flächendeckende Verbreitung der Suchmeldungen. Da es noch keine Fahndungsbilder gab, hing die Identifizierung von der Genauigkeit der Personenbeschreibung ab. Im 19. Jahrhundert erschienen in Signalementsbüchern dann immer öfter auch gezeichnete und lithographierte Porträts von gesuchten Personen.