Gezeichnet 2016: Die besten Schweizer Pressezeichnungen des Jahres

16.12.2016 - 29.01.2017

Hier darf gelacht werden: «Gezeichnet 2016» ist ein begehbarer Jahresrückblick auf die wichtigsten Ereignisse und Diskussionen der vergangenen zwölf Monate. Über 50 Schweizer Karikaturisten und Cartoonisten stellen gemeinsam ihre wichtigsten und witzigsten Pressezeichnungen aus. Im «Who is who» der Bildsatire fehlen auch bekannte Zeichenfedern wie Felix Schaad (Tages-Anzeiger), Max Spring (Berner Zeitung), Peter Schrank (Basler Zeitung), Chappatte (Le Temps / NZZ am Sonntag), Orlando (Der Bund), Ben Marchesini (Le Matin) und Michael Streun (Nebelspalter) nicht.

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Lehrmittel für Schulen (PDF)

 

Medienbeiträge:

Beitrag Regiojournal 14. Dezember 2016

Beitrag Tagesschau 18. Dezember 2016

 

 

 

Danse macabre. Der Totentanz in der zeitgenössischen Kunst

15.10.2016 - 25.11.2016

Die Vergänglichkeit des Lebens fasziniert den Menschen seit jeher. Künstlerinnen und Künstler verarbeiten das Spiel mit Angst, Faszination und Hoffnung in höchst unterschiedlicher Art und Weise. Die Ausstellung im Museum für Kommunikation zeigt die Vielseitigkeit zeitgenössischer Totentanz-Kunstwerke, den neuen Medien wird dabei besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Beteiligte:
Peter Aerschmann, Judith Albert, Lars Arrhenius & Johannes Müntzing, Jürgen Brodwolf, Com&Com, Ingeborg Doetsch, Food Cultura, Jeanette Ehlers, Julienne Jattiot, Frantiček Klossner, Reto Leibundgut, Giovanni Manfredini, Rupprecht Matthies, Franziska Megert, Andrea Nyffeler, Meret Oppenheim, Lothar Seruset.

Vor dem Museum für Kommunikation: 
Offspace Container fahrnisbau mit Vivace I von Pia Maria Martin, Video, 03‘03‘‘, 2006

Eine Zusammenarbeit mit videokunst.ch

 

Totentanz – Bern lebt!
Der Berner Spätherbst 2016 stand ganz im Zeichen des Totentanzes. Verschiedene Kulturinstitutionen zeigten in loser Kooperation eine breitgefächerte Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit des Lebens und der Präsenz des Todes im Alltag.

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Dialog mit der Zeit. Wie lebe ich, wenn ich alt bin?

13.11.2015- 10.07.2016

Statistiker haben berechnet, dass 2035 mehr als ein Viertel der Bevölkerung in der Schweiz über 65 Jahre alt sein wird. Diese starke Zunahme verändert unsere Gesellschaft und macht das Alter zu einem grossen Thema.

Doch „das Alter“ gibt es nicht – Altern ist ein sehr vielfältiger und persönlicher Prozess, der für alle anders verläuft. Er umfasst deutlich mehr als Abbau von Gesundheit, Einschränkung im Bewegungsspielraum und zunehmende Erinnerungslücken. Auch wenn die öffentliche Wahrnehmung oft auf diese möglichen Begleiterscheinungen der späten Jahre fokussiert, vermittelt dies ein einseitiges und unvollständiges Bild. Zum Altern gehört auch der Zugewinn an Freiheit, mehr Zeit und damit neue Gestaltungsspielräume. Die Ausstellung im Museum für Kommunikation macht die gesamte Palette des Alterns erleb- und erfahrbar.

Die Ausstellung wurde der Komplexität des Themas gerecht, in dem sie den Rundgang zum persönlichen Erlebnis macht. In einem für die Schweiz neuen Konzept führten Expertinnen und Experten des Alterns durch die Ausstellungsräume; diese sogenannten Senior Guides zwischen 70 und 84 kennen sich mit dem Thema aus eigener Erfahrung bestens aus. Das Altern wurde so im Dialog mit der Gruppe persönlich erlebbar. Zudem bereicherten spannende Geschichten aus dem Leben der Senior Guides die Ausstellung. Von der Reisebegleitung eines Sumatra-Nashorns bis zu einem Tischtennisspiel mit John Lennon gab es  viel zu entdecken. 

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Ausstellungstrailer (Frauen)
Ausstellungstrailer (Männer)

 

 

Gezeichnet 2015: Die besten Schweizer Pressezeichnungen des Jahres

18.12.2015 - 24.01.2016

Hier darf gelacht werden: «Gezeichnet 2015» ist ein begehbarer Jahresrückblick auf die wichtigsten Ereignisse und Diskussionen der vergangenen zwölf Monate. Über 50 Schweizer Karikaturisten und Cartoonisten stellten gemeinsam ihre wichtigsten und witzigsten Pressezeichnungen aus. Im «Who is who» der Bildsatire fehlten auch bekannte Zeichenfedern wie Felix Schaad (Tages-Anzeiger), Max Spring (Berner Zeitung), Peter Schrank (Basler Zeitung), Chappatte (Le Temps / NZZ am Sonntag), Orlando (Der Bund), Mix & Remix (L’Hebdo) und Michael Streun (Nebelspalter) nicht.

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OhYeah! Popmusik in der Schweiz.

14.11.2014 - 30.08.2015

Heute Lebensgefühl und Lifestyle für viele, in der Mitte der 1950er-Jahre eine Sensation: Popmusik begleitet uns seit über einem halben Jahrhundert. Elvis Presley singt 1954 „That’s Allright Mama“ und zündet damit den Funken zur Poprevolution. Bald erreichen die ersten Wellen dieses musikalischen Erdbebens auch die Schweiz. Noch sind echte Rocker rar oder werden als „Halbstarke“ bezeichnet. Doch das wird sich in den 1960er-Jahren schnell ändern. Erst boomt die Elektrogitarre, dann hinterlassen Beatles und Rolling Stones ihre Spuren in der Schweiz. 1968 feiert die Schweizer Popmusik einen ersten Höhepunkt: Les Sauterelles erobern die Hitparade! Darauf wird’s bunt und neue Horizonte eröffnen sich. Beat mixt sich mit Soul und Jazz. In den Siebzigern fährt die Schweizer Mundart ein – von den Minstrels über Toni Vescoli zu Polo Hofer und Rumpelstilz. Krokus bringen den beinharten Rock und erobern die USA. Eine neue Ära beginnt 1983: Private Lokalradios sowie DRS3, Couleur3 und Rete3 gehen auf Sendung – endlich werden Schweizer Pop- und Rockbands am Radio gespielt! Das ist Dünger für die aufkeimende Schweizer Popmusikszene: Einigen Bands gelingt gar der Sprung ins Ausland.

Wie es in den 1990er-Jahren und bis heute weitergeht? FM François Mürner, Radiomann der ersten Popmusik-Stunde, weiss auch das. Lassen Sie sich von ihm durch die Ausstellung führen und erfahren Sie alles über Beats, Bands und Popmusik in der Schweiz – Oh Yeah!

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Im Feuer der Propaganda. Die Schweiz und der Erste Weltkrieg

Eine gemeinsame Ausstellung der Schweizerischen Nationalbibliothek und des Museums für Kommunikation
21.8 – 9.11.2014

Als 1914 Europa vom Ersten Weltkrieg erfasst wurde, tangierte das auch die Schweiz. Ein Graben zog sich durch das Land. Während ein grosser Teil der Deutschschweiz stark mit Deutschland und Österreich-Ungarn sympathisierte, schlug das Herz der Westschweiz mehrheitlich für Frankreich und seine Verbündeten. Die innere Zerrissenheit wurde von den ausländischen Kriegsmächten wahrgenommen und genutzt. Mit massiver Propaganda fochten sie um die öffentliche Meinung in der Schweiz.

Der tiefe Sympathiegraben forderte die Schweiz innenpolitisch stark heraus. Wenn auch politisch geeint, so blieb das Land nach dem Krieg in sozialer und kultureller Hinsicht tief gespalten.

Im Feuer der Propaganda zeigte diverse Zeitdokumente aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Im Zentrum standen der Propagandakrieg und die grosse innere Zerrissenheit der Schweiz.

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Rituale. Ein Reiseführer zum Leben

8.11.2013 – 20.7.2014

Unser Leben ist geprägt von Ritualen. Wir begegnen ihnen in allen Lebenslagen: am Familientisch und am Arbeitsplatz, im Sportstadion und in der Kirche, beim Staatsempfang und im Jugendtreff, am Schwingfest und am Rockkonzert. Dank Ritualen wissen wir, wie wir uns richtig verhalten. Rituale geben Halt, stiften Identität und Vertrauen, vermitteln Zugehörigkeit und Sicherheit. Sie können aber auch ausgrenzen und manipulieren. Als Kommunikationscodes regeln sie das Verhalten in einer Gemeinschaft. Das Museum für Kommunikation schaute genau hin und deckte in der Ausstellung «Rituale. Ein Reiseführer zum Leben» Rituale auf.

Definiert sind Rituale als oft unbewusste Handlungsabläufe mit symbolischer Bedeutung, die regelmässig wiederholt werden. Die Ausstellung inszenierte das Thema als (fiktives) Land der Rituale und schickte dabei die Besucherinnen und Besucher auf eine Reise zu den Höhen der Macht, der Ebene der Sicherheit, den Feldern des Alltags und ins Tal der Traditionen. Der Aussichtspunkt am Ende der Ausstellung belohnte mit Aus- und Überblick: Am Ritual-Dekoder liess sich das neuerworbene Wissen testen, während der Ritual-Kreator ein massgeschneidertes Ritual vorschlug.

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21 – Erinnerungen ans Erwachsenwerden

30.08.- 27.10.2013

In der Videoinstallation des Berner Künstlers Mats Staub ging es um drei Fragen: In welchem Jahr sind Sie 21 geworden? Was haben Sie damals erlebt? Und wie sind Sie erwachsen geworden? Diese Fragen stellte Mats Staub Menschen unterschiedlichsten Alters und zeichnete die Antworten auf. Die langen Gespräche verdichtete Staub zu kurzen Porträts, die er seinen Gesprächspartnern später vorspielte und sie dabei filmte. Besucherinnen und Besucher der Ausstellung «21» erlebten beides gleichzeitig: sie hörten die Erzählungen und sahen, wie die Erzähler als Zuhörer mit ihrer Geschichte konfrontiert wurden – intime Momente der Erinnerung entstanden.

«21 – Erinnerungen ans Erwachsenwerden» ist ein Langzeitprojekt von Mats Staub und wächst von Ort zu Ort. Die 50 im Museum für Kommunikation gezeigten Porträts waren erstmals in der Schweiz zu sehen. 20 davon wurden eigens für die Ausstellung in Bern realisiert, zwölf in deutscher, acht in französischer Sprache.

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Bin ich schön?

Eine gemeinsame Ausstellung des Museums für Kommunikation und des Naturhistorischen Museums der Burgergemeinde Bern
9.11.2012 – 7.7.2013

Ein prüfender Blick in den Spiegel, ein Griff in die Frisur, noch etwas Puder für den Teint: unser Wunsch zu gefallen ist uralt. «Bin ich schön?» ist eine Frage, die uns ein Leben lang auf Trab hält – mal subtil, mal ganz direkt. Ist Schönheit nur Mittel zur optimalen Fortpflanzung? Ist, was schön ist, auch gut? Wie weit treibt uns das Diktat der Schönheit? Diesen und anderen Fragen ging die Ausstellung «Bin ich schön?» nach und ermunterte dazu, individuelle Antworten zu suchen.

Durch die Zusammenarbeit des Museums für Kommunikation und des Naturhistorischen Museums der Burgergemeinde Bern erweiterte sich die Frage «Bin ich schön?» vom Menschen auf das Tierreich. Denn sowohl für das menschliche wie das tierische Zusammenleben ist die Schönheit ein entscheidender Faktor. Die Ausstellung vermittelte biologische Grundlagen und ging den Schönheitsidealen im Wandel von Zeit und Kultur nach. Nicht zu kurz kamen auch die Fragen nach der Macht und dem Machen von Schönheit.

Ein spezielles Ausstellungsmodul widmete sich der akkustischen Schönheit. So liess sich zum Beispiel mit dem Stimmenmodulator die eigene Stimme verändern, um für einmal ganz andere Töne anzuschlagen.

«Bin ich schön?» wurde anschliessend im Museum für Kommunikation in Berlin und in Frankfurt gezeigt. Das Schweizerische Nationalmuseum übernahm die Ausstellung für das Forum Schweizer Geschichte in Schwyz.

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Thorberg. Hinter Gittern.

30.08. - 28.10. 2012

Der Dokumentarfilmer Dieter Fahrer zeigte in der Ausstellung «Thorberg. Hinter Gittern.» Filmporträts von Strafgefangenen, aufgenommen in der Berner Strafanstalt Thorberg. In einer mehrjährigen Arbeit hatte Fahrer Einblick gewonnen in diese abgeschlossene Welt. In kurzen Filmporträts liess er 18 Gefangene aus ihrem Leben berichten. Die Männer erzählten vom Eingesperrtsein, von ihrem Leben davor, von Schuldgefühlen, Hoffnungen und Ängsten. Sie zeigten den Mythos Thorberg aus ihrer Sicht. Zum Zeitpunkt der Filmaufnahmen waren die porträtierten Männer 28 bis 45 Jahre alt.

Anschauen konnten die Besucherinnen und Besucher die Filmporträts insechs Gefängniszellen, die in der Originalgrösse von 8,5m2 nachgebaut wurden. In jeder Zelle stand ein originaler Einrichtungsgegenstand aus der Anstalt Thorberg: hier ein Bett, da Lavabo und Spiegelschrank, in der dritten Tisch und Stuhl. Ein Fernseher war in allen Zellen installiert und erfüllte dabei eine doppelte Funktion als Kommunikationsmedium: In der Ausstellung diente der Bildschirm als Fenster ins Gefängnis. Im Alltag des Strafvollzuges ist der Fernseher für die Gefangenen das Fenster zur Welt.

Die Ausstellung wurde anschliessend im Museum für Kommunikation Frankfurt gezeigt.

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Warnung: Kommunizieren gefährdet.

4.11.2011 bis 15.7.2012

Stapelweise Werbung im Briefkasten, hunderte von E-Mails täglich, pausenloses Gezwitscher in sozialen Netzwerken: Kein Wunder, macht sich Überforderung breit, fühlen wir uns ausgelaugt, gestresst, genervt. Wie gross ist die Angst, etwas zu verpassen? Wie stark belastet es uns, immer erreichbar sein zu müssen? Wann verwandelt sich das grenzenlose Kommunikationsangebot in eine Flut, die nicht mehr zu bewältigen ist? In der Ausstellung «Warnung: Kommunizieren gefährdet.» zeigte das Museum für Kommunikation, wie die Flut an Kommunikation ohne Stress zu bewältigen ist. Die Ausstellung war als Wellness-Klinik inszeniert und vermittelte an 13 interaktiven Stationen Tipps und Strategien für einen gelassenen und sinnvollen Umgang mit der Kommunikationsflut. Sehr beliebt war das Einstiegsmodul «Check-up», bei dem die Besucherinnen und Besucher vorgängig ihr Kommunikationsverhalten reflektieren und dokumentieren konnten. Das computergestützte Programm basierte auf einem wissenschaftlich fundierten Katalog von 20 Fragen und wurde zusammen mit dem soziologischen Institut der Universität Bern eigens für diese Ausstellung entwickelt. Resultat des Check-ups war der sogenannte Persönliche Kommunikations-Index PKI, der Nutzen, Spass und Leiden jedes Klinikbesuchers auswies.

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Wo bisch? HANDY MACHT MOBIL

15.10.2010 – 3.7.2011

Die Ausstellung «Wo bisch?» HANDY MACHT MOBIL zeigte, wie die mobile Kommunikation unsere Kommunikationsgewohnheiten verändern. Eine Auswahl von Geräten aus der Sammlung des Museums dokumentierte die rasante Entwicklung vom ersten Autotelefon bis heute. Das Handy war jedoch nicht nur Gegenstand der Ausstellung, sondern auch Audioguide, da es als Begleiter durch die Ausstellung diente. Diese Art der Besucherführung war eine technische Weltneuheit und wurde gerne genutzt. Ein grosser Teil des Publikums beteiligte sich am „Handy-Knigge“, einer Umfrage, bei der Besucher Fragen zu ihrem Umgang mit dem Handy beantworteten. Die Auswertung der Daten zeigt, dass für unterschiedliche Antworten nicht in erster Linie das unterschiedliche Alter verantwortlich ist.

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Meine Grosseltern – Geschichten zur Erinnerung

3.9. – 10.10.2010

Die Audio- und Foto-Ausstellung «Meine Grosseltern – Geschichten zur Erinnerung» des Berner Künstlers Mats Staub präsentierte Erinnerungen von fünfzig Enkelinnen und Enkeln. «Meine Grosseltern – Geschichten zur Erinnerung» blickte auf die Verwerfungen des 20. Jahrhunderts, stellte dabei aber die Generation der Nachgeborenen ins Zentrum. Die Enkelinnen und Enkel erzählten nicht als Zeitzeugen, sondern von einer Zeit, die sie nur vom Hörensagen kennen: Sie konstruierten eine Erzählung aus ihren Erinnerungen an Erzählungen. Zentrum der Ausstellung bildeten 50 Gespräche, in denen Enkelkinder aus der Schweiz, aus Deutschland und aus Österreich von ihren Grosseltern erzählten. Diese Erzählungen wurden von Mats Staub zu ca. 10-minütigen Hörbildern verdichtet und standen dem Publikum auf iPods zur Auswahl. Die Leben der Grosseltern und Enkel umspannten mehr als hundert Jahre und damit verschiedene Epochen: der älteste Grossvater wurde um 1880 geboren, die jüngste Enkelin hatte Jahrgang 1985. Etliche der Grosseltern stammten aus dem Ausland. «Meine Grosseltern – Geschichten zur Erinnerung» gab über individuelle Biographien auch einen Einblick in die Geschichte der Schweiz als Einwanderungsland.

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Gerücht

16.10.2009 – 4.7.2010

Wo Menschen miteinander kommunizieren, taucht es früher oder später auf: das Gerücht. Sei es am Familienfest, im Treppenhaus, am Stammtisch, im Büro, am Börsenring oder im Parlamentssaal.

Das Gerücht ist weder Lüge noch Wahrheit. Es liegt irgendwo zwischen Information und Falschmeldung und lässt Raum zum Interpretieren. Gerüchte geniessen einen zweifelhaften Ruf und trotzdem helfen letztlich alle bei der Verbreitung mit – manchmal unbewusst, manchmal sehr gezielt: In der Ausstellung «Gerücht» machte das Museum für Kommunikation die vielen Facetten des Gerüchts erlebbar. Die Wechselausstellung vermittelte wissenswerte Theorie zum Thema Gerücht, unter anderem mit zehn einfachen Fragen und Antworten. An verschiedenen interaktiven Stationen liess sich diese «trockene Theorie» gleich einem Praxistest unterziehen. Als eine der Lieblingsstationen entpuppte sich der Gerüchtegenerator, eine PC-Station, die aus wenigen persönlichen Angaben Gerüchte schmiedete und in die Welt setzte. Publikumsrenner war jedoch der «Agent im Dienste des Gerüchts», eine kleine, projizierte Figur, mit der die Besucherinnen und Besucher sich direkt unterhalten konnten.

«Gerücht» wurde anschliessend im Museum für Kommunikation in Berlin und  Frankfurt gezeigt.

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Goodbye & Hello: Im Dialog mit dem Jenseits

17.10.2008-05.07.2009

Vorstellungen vom Jenseits gibt es viele. Klare Definitionen oder Abgrenzungen zwischen dem Dies- und dem Jenseits sind hingegen rar. Das Museum für Kommunikation schaute in seiner Ausstellung «Goodbye & Hello: Im Dialog mit dem Jenseits» auf diese Schnittstelle zwischen dem Dies- und dem Jenseits. Und betrat damit ein Feld der Unsicherheiten, das faszinierende Einblicke bietet. Im Zentrum der Ausstellung des Museum für Kommunikation standen direkt Betroffene mit ihren Erlebnissen.

Viele der Besucher hatten das Bedürfnis, eigene Erlebnisse einzubringen. 70% glaubten an ein Jenseits oder an ein Leben nach dem Tod. Ein Viertel der Besucher hatte selbst Spukerlebnisse, Geisterscheinungen oder Kontakte mit Verstorbenen. Die Hälfte der Umfrageteilnehmer glaubte an Geister und Spukereignisse.

Das International Forum Design in Hannover zeichnete «Goodbye & Hello: Im Dialog mit dem Jenseits» mit dem «iF communication design award 2009» aus. Für die Gestaltung der Ausstellung war gewerk, Berlin, verantwortlich.

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Bilder, die lügen

19.10.2007 – 6.7.2008

Die Ausstellung fragte nach der Objektivität von Bildern und zeigte die Grundmuster der Manipulation von und mit Bildern. Der Besucher tauchte ein in ein «Lügen-ABC» und bewegte sich entlang des Alphabets von A wie aktuell bis Z wie Zukunft. Mehr als 300 Bildbeispiele aus den vergangenen rund 100 Jahren veranschaulichten die Bandbreite des Themas. Exklusiv im Museum für Kommunikation waren schweizerische Beispiele zu sehen. Die in der Ausstellung gezeigten Bildbeispiele legten die drei Grundmuster der Bildlüge offen: die Veränderung des Bildmaterials, die Verfälschung von Text- und Kontextbezug und die Lüge mit Hilfe von realen Bildern. «Bilder, die lügen» zeigte wie Bildquellen kritisch hinterfragt und interpretiert werden können. Die Ausstellung informierte über die ethischen Ansprüche, die im Umgang mit Bildquellen geltend gemacht werden sollten und machte damit klar: Nicht nur diejenigen, die Bilder produzieren und vertreiben, stehen in der Pflicht, sondern auch die Konsumenten.

Die Wanderausstellung «Bilder, die lügen» wurde von der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland entwickelt und mit finanzieller Unterstützung der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung realisiert.

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haarsträubend: Mensch – Tier – Kommunikation

Eine gemeinsame Ausstellung des Museums für Kommunikation und des Naturhistorischen Museums der Burgergemeinde Bern.
20.10.2006 – 1.7.2007

Die Sonderausstellung «haarsträubend. Tier–Mensch–Kommunikation» gab einen Einblick in das faszinierende Universum tierischer und menschlicher Kommunikation. Denn ohne Kommunikation funktioniert das Zusammenleben weder bei den Menschen noch den Tieren. Im Tierreich stehen viele Formen der Kommunikation zur Verfügung. Wenn Hyänen ihre Nackenhaare sträuben, Wölfe ihre Ohren anlegen, Wale singen und Glühwürmchen leuchten, dann sind diese Warn- und Lockzeichen für ihre Artgenossen eindeutige und lebenswichtige Botschaften. Kommunikation findet aber auch zwischen Angehörigen verschiedener Arten statt: zwischen Räuber und Beute oder Parasit und Wirt. Über diese Artengrenze hinweg verständigt sich auch der Mensch mit seinen Haustieren. «haarsträubend» ging dem Verhältnis von Mensch und Tier auf den Grund und zeigte auf, wie die beiden zusammen kommunizieren, aber auch wie Tiere sich untereinander verständigen.

Die Grundlage von «haarsträubend» bildeten drei Ausstellungen aus Deutschland, die im Museum für Kommunikation in Berlin, im Überseemuseum in Bremen und im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg gezeigt worden sind. Für die Ausstellung in Bern wurden diese zusammengezogen und ergänzt.

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reisegelb – 100 Jahre Postauto in der Schweiz

2.6 – 3.9.2006

Das Museum für Kommunikation widmete der Schweizer Institution Postauto zum 100. Geburtstag eine Jubiläumsausstellung. In seiner Geschichte wurde das Postauto mit seiner leuchtend gelben Farbe zum Bestandteil der Marke «Schweiz» und zum Kulturgut. Die Ausstellung «reisegelb» zeichnete die Geschichte des Postautos nach, von den holprigen Anfängen bis zum Hightech-Fahrzeug eines modernen Unternehmens des öffentlichen Verkehrs. Die Themen reichen von der Fahrzeugentwicklung, über die Rolle in Tourismus und Verkehr bis zu kulturellen Aspekten und zum Stellenwert des Postautos im Schweizer Alltag. Das Rahmenprogramm bot Stadtrundfahrten durch Bern im Postauto-Oldtimer und eine nationale Oldtimer-Sternfahrt zum Museum für Kommunikation. Historische Postautos waren im und rund ums Museum ständig ausgestellt.

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Stromgitarren: Legenden. Lärm. Leidenschaft

21.10. 2005 – 28.4.2006

Die Ausstellung erzählte die Geschichte der elektrischen Gitarre und ihrer Wirkung auf die Gesellschaft. Ausgangspunkt waren im Original präsentierte Meilensteine der 70-jährigen Entwicklung: Instrumente von hohem Seltenheitswert und einzigartiger Ästhetik. Texte, Bilder, Töne und Filme erzählen vom explosiven Potenzial und der Sinnlichkeit der Stromgitarre und ihrer Musik. Das Publikum konnte unter kundiger Leitung an rund 15 Instrumenten eigenhändig ein Riff à la Hendrix oder Clapton wagen. «Stromgitarren» war eine multimediale Reise durch das Jahrhundert der Massenkultur. Der beim Eingang abgegebene Kopfhörer konnte überall eingesteckt werden und lieferte den nötigen Sound.

«Stromgitarren» war eine Ausstellung des Deutschen Technikmuseums Berlin und des Landesmuseums für Technik und Arbeit in Mannheim, ergänzt durch schweizerische Aspekte.

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weitere Ausstellungen

  • Mixtapes – Kassettengeschichten (2005)
  • 125 Jahre Telefonbuch in der Schweiz (2005)
  • Philatelistische Sonderschau: Queen Elizabeth II.(2005)
  • Weiss auf Rot – United Colours of Switzerland (2004)
  • prime time – 50 Jahre Fernsehen in der Schweiz (2004)
  • TV im Aushang – Fernsehwerbung auf Plakaten (2004)
  • Ein Land sucht sein Bild – Schweizer Briefmarkenwettbewerbe 1901 und 1932 (2004)
  • Werbung für die Götter – Heilsbringer aus 4000 Jahren (2003)
  • Abbruch. Umbruch. Aufbruch. «Kunstsammlung des Museums für Kommunikation» (2002)
  • Telemagie – 150 Jahre Telekommunikation in der Schweiz (2002)
  • Gruss aus der Ferne – Fremde Welten auf frühen Ansichtskarten (2002)
  • Happy. Das Versprechen der Werbung (2001)
  • Control-Alt-Collect. Computer im Ruhestand (2001)
  • Ferngespräche – Die 17000 Briefe des Universalgelehrten Albrecht von Haller (2001)
  • immer und überall. Eine Mitmach-Ausstellung für Kinder (2000)
  • Eine Reise durch die Schweiz. Stimmungsvoller Tourismus im 19. Jahrhundert illustriert von Eugène Guérard (2000)
  • Verrückte Briefe aus der Collection de l'Art Brut, Lausanne (2000)
  • [if...] Wunschwelten der Kommunikation (2000)
  • Space. Kommunikation im Weltraum (1999)
  • Die blaue Aktie. Gesamtkommunikation zum Börsengang der Swisscom AG – ein Jahr danach (1999)
  • Pixel Prints Pigmente. Alte und Neue Medien in der Kunst (1999)
  • 150 Jahre Post (1999)
  • Die interaktive Porträtsammlung des Museums für Kommunikation (1999)
  • Unannehmlichkeiten einer Postkutschenreise (1999)
  • Rot-Weiss-Blau. Geschichte der Post und Philatelie in der Tschechischen Republik und der Slowakischen Republik (1998)
  • Die Liebesdiener: Mittler auf den Baustellen Amors (1998)
  • Sammlungen: Kostproben aus zwei Mail Art Archiven (1998)
  • Telematic Vision (1998)
  • Gesucht (1998)
  • Halbmond – Krone – Davidstern (1997)
  • Echo der Schweiz (1997)
  • Sensationen. Welt-Schau auf Wanderschaft (1996)